Sachsen-AnhaltKind stirbt nach Kopfverletzungen - Stiefvater verdächtigt

Am Sonntag wurde der Polizei ein Kindernotfall in Anhalt-Bitterfeld gemeldet. Zwei Tage später ist das Kind tot. Was ist zu dem Fall bekannt?
Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Ein mutmaßlich von seinem Stiefvater schwer verletztes Kind ist nach zwei Tagen im Krankenhaus gestorben. Das Kind war am Sonntag im Osternienburger Land mit schweren Kopfverletzungen in die Klinik gekommen. Am Dienstagnachmittag sei es gestorben, teilten die Polizeiinspektion und die Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau mit.
Die Ermittler verdächtigen den Lebensgefährten der Mutter des Kindes, schuld an den Verletzungen zu sein. Der Polizei war am Sonntag ein Kindernotfall in der Gemeinde im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gemeldet worden. Mit schweren Verletzungen am Kopf war das Kind darauf mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus gebracht worden.
Wie die Polizei angab, wurden in der Klinik Verletzungen festgestellt, "die nach vorläufiger ärztlicher Einschätzung nicht mit einem Unfallgeschehen in Einklang zu bringen sind". Die Klinik habe die Polizei informiert. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern laut Polizei und Staatsanwaltschaft weiter an.
Beschuldigter in Untersuchungshaft
Kurze Zeit später seien Ermittlungen gegen den 27-Jährigen aufgenommen worden. Noch am Sonntag sei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft unter anderem die Tatwohnung des Beschuldigten durchsucht worden, hieß es. Daraufhin sei der Mann festgenommen worden. Ihm wird demnach schwere Körperverletzung vorgeworfen.
Nachdem ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Köthen einem Antrag der Staatsanwaltschaft folgte und Haftbefehl erließ, wurde der Verdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Weitere Angaben zu dem Fall - etwa zum mutmaßlichen Tathergang - machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.