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Sachsen-AnhaltLeiharbeit in Sachsen-Anhalt geht weiter zurück

06.03.2026, 11:51 Uhr
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Die Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt wird weniger genutzt. Gründe sehen Fachleute vor allem in der schwächeren Konjunktur.

Halle (dpa/sa) - Die Zahl der Leiharbeitskräfte in Sachsen-Anhalt ist weiter gesunken. Im Juni 2025 arbeiteten rund 14.700 Menschen in der Zeitarbeit, wie aus einer Mitteilung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Das waren etwa 700 weniger als ein Jahr zuvor - ein Rückgang von fünf Prozent.

Bei der Leiharbeit sind Beschäftigte bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt und werden vorübergehend in anderen Unternehmen eingesetzt.

Gemessen an allen Beschäftigten bleibt die Branche klein. Rund zwei Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt arbeiteten 2025 in der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung.

Mehr ausländische Beschäftigte

Während die Zahl der deutschen Leiharbeitskräfte um etwa 1.100 sank, stieg die Zahl ausländischer Beschäftigter um rund 200. Besonders häufig werden Leiharbeitskräfte in der Logistik sowie in der Industrie eingesetzt, etwa in der Lagerwirtschaft sowie in Metall- und Maschinenbauberufen.

Im vergangenen Jahr nahmen rund 6.400 Arbeitslose eine Beschäftigung in der Zeitarbeit auf - etwa 200 weniger als 2024. Gleichzeitig meldeten sich rund 7.200 ehemalige Leiharbeitskräfte arbeitslos, 72 Prozent von ihnen aus dem Helferbereich.

Konjunktur bremst Branche

Der Vorsitzende der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Markus Behrens, sagte: "Die aktuellen konjunkturellen Unsicherheiten belasten auch die Zeitarbeit." In vielen Branchen sei die Nachfrage schwächer geworden. "Wenn Unternehmen weniger produzieren oder ihre Aufträge zurückgehen, bauen sie zuerst Zeitarbeitskräfte ab, bevor sie die Stammbelegschaft reduzieren."

Quelle: dpa

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