Regionalnachrichten

Sachsen-AnhaltLinke fordert verbesserte Hilfe für Wohnungslose

12.11.2022, 11:12 Uhr
Monika-Hohmann-Die-Linke-Landtagsabgeordnete-laechelt-in-die-Kamera
(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil)

Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Landesregierung sollte aus Sicht der Linken-Landtagsfraktion mehr unternehmen, um die Wohnungslosigkeit zu reduzieren. Menschen, die nach Konflikten in der Familie, auf Grund finanzieller Probleme oder unklarem Aufenthaltsstatus keine Chance auf dem regulären Wohnungsmarkt hätten, müssten schnell ein Zuhause bekommen, sagte die sozialpolitische Sprecherin Monika Hohmann der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg.

"Die Fraktion Die Linke fordert ein landesweites Konzept für "Housing First", personelle und finanzielle Unterstützung für Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften, die "Housing First" umsetzen wollen sowie ein landeseigenes Förderprogramm." Notwendig sei zudem eine Landesstatistik zur Wohnungslosigkeit, um den konkreten Bedarf abschätzen zu können.

"Mit dem Housing-First-Konzept soll Betroffenen früh eine eigene Wohnung zur Verfügung gestellt werden. Das Konzept wird bereits in anderen Ländern erfolgreich angewendet", so Hohmann. Die Landeshauptstadt Magdeburg habe ein solches Projekt gestartet. Zentrale Notunterkünfte würden von vielen Wohnungslosen gemieden, weil sie unter Bewohnern nicht selten sexuelle Gewalt und Diebstähle erfahren oder andere schlechte Erfahrungen gemacht hätten.

"Wohnungslosen ein Dach über den Kopf zu geben, bedeutet menschenwürdiges Leben und soziale Sicherheit. Das Recht auf eine eigene Wohnung ist für uns Linke ein Grundrecht", so Hohmann. Eine Studie habe kürzlich eine verdeckte Wohnungslosigkeit gezeigt, die vom sogenannten "Sofahopping" kaschiert werde. Dabei versuchen Menschen ohne eigene Wohnung, zeitweise bei Bekannten, Freunden oder der Familie unterzukommen.

Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion bei der nächste Landtagssitzung in wenigen Tagen einbringen.

Quelle: dpa

Regionales