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Sachsen-AnhaltNashorn Malia startet Spezial-Umzug nach Tschechien

03.03.2026, 14:45 Uhr
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Monate Training, Spezialcontainer und eine lange Reise: Nashorn Malia zieht von Magdburg nach Tschechien, um dort für Nachwuchs zu sorgen. Doch wie funktioniert so ein Transport?

Magdeburg (dpa/sa) - Das Nashorn Malia aus dem Zoo in Magdeburg ist heute Morgen zu ihrem neuen Zuhause in Tschechien aufgebrochen. Im Zoo von Dvůr Králové nad Labem (deutsch: Königinhof an der Elbe) soll die zweieinhalb Jahre alte Spitzmaulnashornkuh für Nachwuchs sorgen, wie der Zoo mitteilte. Am Morgen ging es in einem Spezialcontainer auf die Reise, am Nachmittag soll sie dort ankommen. Doch wie wurde der Transport vorbereitet? Und wie lief er ab?

Monatelanges Training

"Spitzmaulnashörner sind stressempfindliche Tiere, die auf kleinste Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren. Die Vorbereitung und Durchführung dieses Transportes erfordern nicht nur Fachkompetenz, sondern auch das nötige Fingerspitzengefühl", erklärte Zoodirektor David Pruß. Die Tiere nehmen Vibrationen demnach sehr genau wahr.

Für den Transport wurde das Nashorn für den mehrstündigen Aufenthalt in dem Spezialcontainer trainiert. In ihm findet das Tier alles vor, was es braucht, wie Futter, Wasser und Heu. Für das Training wurde der Container drei Monate vorher an die Nashornbox gestellt, damit sich Malia an diesen gewöhnen kann. Nach Angaben des Zoos habe sich das Tier schon schnell wohlgefühlt.

Transport startete reibungslos

Am Dienstagmorgen ging dann die Reise los. Malia bestieg den Container, der dann auf einen Lastwagen geladen wurde. Von diesem ging es pünktlich in den etwa 500 Kilometer entfernten Zoo nach Tschechien, wo das Tier am frühen Nachmittag erwartet wird, wie der Zoo mitteilte

Der Umzug erfolgte laut Zoo auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Spitzmaulnashörner sind in ihren Beständen gefährdet. Der Zoo in Magdeburg engagiert sich für ihren Fortbestand. Malia soll in Tschechien mit einem Nashornbullen zusammengeführt werden. Im Zoo Magdeburg leben damit jetzt noch drei der Tiere.

Quelle: dpa

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