Sachsen-AnhaltPädagogische Unterrichtshilfen werden ausgebildet

Nicht nur Schüler, auch Lehrkräfte sollen in Zukunft von sogenannten pädagogischen Unterrichtshilfen unterstützt werden. Was sind ihre Aufgaben?
Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Sogenannte pädagogische Unterrichtshilfen sollen in Zukunft Schülerinnen und Schüler auf unterschiedliche Weise im Schulalltag unterstützen. Am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung in Halle würden erste Personen auf ihre neue Aufgabe vorbereitet, teilte das Bildungsministerium mit. Die Unterrichtshilfen sollen beispielsweise Jugendliche, der Abschlüsse in Gefahr sind, fördern oder außerschulisches Lernen begleiten. Außerdem sollen sie sich um Schulveranstaltungen und die Arbeit mit Eltern oder außerschulischen Partnern kümmern.
Zum Auftakt der Qualifizierung nahmen den Angaben nach 51 Menschen an einem zweiwöchigen Basismodul teil. Die pädagogischen Unterrichtshilfen sollen später an Sekundar-, Gemeinschafts- und Gesamtschulen in Sachsen-Anhalt arbeiten. Damit würden sie "einen wertvollen Beitrag zu mehr individueller Förderung, zur Entlastung der Lehrkräfte und zu besseren Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt" leisten, sagte Bildungsminister Jan Riedel (CDU).
Die Stellen für die pädagogischen Unterrichtshilfen werden dem Ministerium nach zunächst für ein Jahr besetzt. Dies soll eine Erprobung des Konzepts ermöglichen. Im Anschluss könnte eine unbefristete Übernahme möglich werden.