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Sachsen-AnhaltPolizei geht gegen rechtsextreme Jugendnetzwerke vor

11.06.2026, 16:02 Uhr
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Ein 34-Jähriger aus Gardelegen soll über soziale Medien ein Tötungsdelikt in Auftrag gegeben haben. Wie rechtsextreme Jugendnetzwerke auch in Sachsen-Anhalt Zulauf und Einfluss gewinnen.

Magdeburg (dpa/sa) - Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt (LKA) hat eine Sonderkommission eingerichtet, um gegen das zunehmende Agieren rechtsextremistischer Jugendgruppierungen vorzugehen. Am Mittwoch wurde in diesem Kontext eine Durchsuchung der Wohnräume eines Beschuldigten in Gardelegen durchgeführt, wie das LKA mitteilte. Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zum Mord, hieß es.

Der 34-jährige deutsche Beschuldigte soll über soziale Medien versucht haben, ein Tötungsdelikt in Auftrag zu geben. Im Anschluss an die Durchsuchungsmaßnahmen wurde der Beschuldigte den Angaben zufolge dem zuständigen Haftrichter am Amtsgericht Gardelegen vorgeführt. Dieser hat Untersuchungshaft angeordnet.

Außerdem wird gegen den Mann wegen des Verdachts des Verbreitens verfassungsfeindlicher Inhalte ermittelt. Er soll dabei insbesondere Netzwerke genutzt haben, in denen sich regelmäßig Jugendliche bewegen.

Die Sicherheitsbehörden stellen nach Polizeiangaben bundesweit einen zunehmenden Zulauf zu rechtsextremistischen Jugendgruppierungen fest. Hierzu zählen auch Gruppierungen aus Sachsen-Anhalt wie "Jung & Stark" (JS), "Deutsche Jugend voran" (DJV) sowie "Deutsche Jugend zuerst Halle (Saale)" (DJZ). Diese würden vermehrt bei öffentlichen Veranstaltungen in Erscheinung treten und verfügten teilweise über ein erhebliches Mobilisierungspotential, hieß es. Die Vernetzung erfolge überwiegend über digitale Kommunikationsplattformen.

Quelle: dpa

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