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Sachsen-AnhaltWillingmann: Bafög muss an Lebensrealität angepasst werden

06.03.2026, 14:16 Uhr
Wissenschaftsminister-Armin-Willingmann-SPD-fordert-eine-schnelle-Reform-der-Ausbildungsfoerderung

Die Zahl der Bafög-Empfänger in Sachsen-Anhalt ist so niedrig wie seit 1991 nicht mehr. Was eine geforderte Reform Studierenden und Schülern bringen soll.

Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann dringt auf eine schnelle Reform des Bafög. Die Förderung von Studium und Ausbildung müsse stärker an die Lebensrealität junger Menschen angepasst werden, sagte der SPD-Politiker im Bundesrat. Inflation und steigende Mieten stellten viele Studieninteressierte vor große Probleme.

Sachsen-Anhalt unterstützt damit einen Antrag aus Niedersachsen. Darin wird unter anderem gefordert, den monatlichen Grundbedarf für Studierende von derzeit 475 Euro schrittweise auf das Niveau der Grundsicherung von 563 Euro anzuheben. Auch die Wohnkostenpauschale und die Freibeträge für Eltern sollen steigen. Zudem soll das Beantragen von Folgeanträgen vereinfacht werden oder sogar wegfallen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ist die Zahl der Bafög-Empfänger in Sachsen-Anhalt gesunken: Im Jahr 2024 erhielten knapp 18.200 Menschen Leistungen. Das seien rund fünf Prozent weniger als im Jahr zuvor und so wenig wie seit 1991 nicht mehr. Im Schnitt lag die monatliche Förderung bei 625 Euro. Etwa zwei Drittel der Geförderten waren Studierende, ein Drittel Schülerinnen und Schüler.

Quelle: dpa

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