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Sachsen-AnhaltCannabis-Verstöße: 18 Bußgeldbescheide in 19 Monaten

07.03.2026, 04:01 Uhr
Kiffen-im-Beisein-von-Kindern-und-Jugendlichen-Seit-August-2024-ist-das-Landesverwaltungsamt-fuer-die-Verfolgung-von-Ordnungswidrigkeiten-zustaendig-und-verhaengt-Bussgelder

Seit April 2024 ist Kiffen unter bestimmten Bedingungen erlaubt. An die Regeln halten sich aber nicht alle. In Sachsen-Anhalt ahndet das Landesverwaltungsamt die Vergehen. Ein Einblick.

Halle (dpa/sa) - Wegen Verstößen gegen das Konsumcannabisgesetz hat das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt seit August 2024 insgesamt 18 Bußgeldbescheide erlassen. Der häufigste Vorwurf war dabei der öffentliche Konsum von Cannabis an verbotenen Orten, wie ein Behördensprecher auf Nachfrage in Halle mitteilte.

"Die Höhe des Bußgeldes lag zwischen 50 Euro und 650 Euro. Das Bußgeld in Höhe von 650 Euro betraf einen Fall des Cannabiskonsums in unmittelbarer Gegenwart von Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben." In Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen sowie in Fußgängerzonen, an Spielplätzen oder in der Nähe von Schulen darf nicht gekifft werden.

Cannabis nicht sicher verwahrt - 350 Euro Bußgeld

Geahndet wird aber auch, wenn Cannabis in der eigenen Wohnung unzureichend gesichert aufbewahrt wird. Cannabis und Vermehrungsmaterial müssen so verwahrt werden, dass Kinder und Jugendliche oder auch andere Menschen keinen Zugriff haben. Wegen eines solchen Vergehens verhängte das Landesverwaltungsamt im vergangenen Jahr ein Bußgeld in Höhe von 350 Euro. Das war dem Sprecher zufolge das höchste im Zusammenhang mit Cannabis-Vergehen im Jahr 2025.

Alles in allem erreichten das Landesverwaltungsamt bislang 73 Anzeigen, davon 44 im vergangenen Jahr. Sie kamen hauptsächlich von der Polizei, in Einzelfällen von Staatsanwaltschaften und Ordnungsämtern. 14 Verfahren wurden den Angaben zufolge eingestellt.

Das Landesverwaltungsamt ist seit August 2024 zuständig für die Ahndung von Verstößen im Zusammenhang mit der Legalisierung des Cannabis-Konsums. Seit dem 1. April 2024 sind Kiffen und privater Cannabis-Anbau mit Vorgaben legal. Die Strafen reichen bis zu einem Betrag von 30.000 Euro - etwa, wenn jemand für Anbauvereinigungen wirbt oder Sponsoring betreibt.

Quelle: dpa

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