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Sachsen-AnhaltRekordbeteiligung beim Tag der Industriekultur

09.04.2026, 06:02 Uhr
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Industriekulturelle Orte machen Technik‑, Arbeits‑ und Stadtgeschichte erlebbar. In Sachsen-Anhalt gibt es das geballt an einem Tag zu erleben. Aus erster Hand von den Machern vor Ort.

Magdeburg/Mansfeld (dpa/sa) - Geschichte, Technik, Architektur und gesellschaftlicher Wandel: Die Sachsen-Anhalter können beim 16. Tag der Industriekultur so viele Schauplätze besichtigen wie noch nie. Mehr als 100 Standorte zeugen von industrieller Geschichte und öffnen Türen und Tore für Besucherinnen und Besucher, wie das Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt mitteilte. Am Sonntag locken Vorträge, Führungen und nicht alltägliche Touren durch Fabriken, alte Anlagen, Werksiedlungen oder Gutshäuser, wie es hieß.

Türen auf für Technik und erlebbare Geschichte

Die historischen Industriestandorte erstreckten sich von Havelberg (Landkreis Stendal) im Norden bis nach Zeitz (Burgenlandkreis) im Süden. Beteiligt seien Vereine, Firmen, Museen und engagierte Einzelpersonen, hieß es. Es gehe beim Aktionstag um Arbeit und Erfindergeist, die touristische Erschließung historischer Industrieanlagen sowie um Garten- und alte Baukunst. "Es gibt Bunker zu besichtigen, man kann unter Tage gehen oder auf historischen Eisenbahnstrecken die Landschaft genießen", sagte ein Sprecher des Netzwerks. "Viele Orte bleiben der Öffentlichkeit sonst verschlossen."

Von Luftschutzbunker bis Planetarium

In der Landeshauptstadt laden etwa das Technikmuseum, das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothesee und der Wasserturm im Stadtteil Salbke zu Führungen ein. In Halle können das Planetarium und das Salinemuseum besichtigt werden, in Bad Dürrenberg der historische Kohlenbahntunnel, in Braunsbedra der Luftschutzbunker Krumpa und in Deuben das Bergbaumuseum. Allein in der Welterbe-Region Anhalt-Dessau-Wittenberg gibt es mehr als 40 Programm-Standorte, wie es hieß.

Auch in der Region Mansfeld-Südharz beteiligen sich Einrichtungen mit besonderen Angeboten und Einblicken in die Industriekultur. Nach Angaben des dortigen Museumsverbundes sind das die Mansfelder Bergwerksbahn, das Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss in Hettstedt und das Erlebniszentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode. Es gehe darum, die industrielle Vergangenheit der Kupferschieferbergbau-Region neu zu entdecken, hieß es.

Unternehmen öffnen Werktore

Bereits am Freitag und Samstag gibt es den Angaben zufolge die Aktion "Offenes Werktor". Hier könnten Interessierte bei Führungen einen Blick hinter die Kulissen beteiligter Firmen werfen. Dieser vorgelagerte Programmteil konzentriere sich in diesem Jahr vor allem auf den Burgenlandkreis, hieß es.

Quelle: dpa

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