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Sachsen-AnhaltBurgenlandkreis war 2025 Sachsen-Anhalts Blitzer-Hotspot

14.04.2026, 04:01 Uhr
In-Sachsen-Anhalt-hat-es-2025-insgesamt-3-501-Mal-geblitzt

Insgesamt 431 Mal hat es in dem Landkreis im Süden des Landes geblitzt – gemessen an der Fläche landesweit am häufigsten. In anderen Teilen schlugen deutlich seltener Blitze ein.

Magdeburg/Wien (dpa/sa) - Gemessen an der Größe des Landkreises hat es in Sachsen-Anhalt im Burgendlandkreis im vergangenen Jahr am häufigsten geblitzt. Auf rund 1.400 Quadratkilometern wurden insgesamt 431 Blitze gezählt, wie der Informationsdienst Aldis/Blids mitteilte. Daraus ergibt sich eine Blitzdichte von 0,31 Blitzen pro Quadratkilometer. Insgesamt wurden landesweit im vergangenen Jahr 3.501 Einschläge gezählt.

Ebenfalls vergleichsweise viele Blitze pro Quadratkilometer konnten demnach im Landkreis Stendal (0,24) und im Altmarkkreis Salzwedel (0,22) beobachtet werden. Hingegen wenig blitzte es laut den Angaben in Magdeburg (0,06), Dessau-Roßlau (0,10) und dem Salzlandkreis (0,10).

Deutschlandweit die höchste Dichte im bayerischen Kaufbeuren

Deutschlandweit war 2025 übrigens in Kaufbeuren im Allgäu in Bayern mit 1,23 Blitzen pro Quadratkilometer die höchste Blitzdichte gemessen worden. Im norddeutschen Kiel (Schleswig-Holstein) war die Blitzdichte mit 0,05 am niedrigsten.

Insgesamt hat es in Deutschland 2025 ungewöhnlich selten geblitzt. 99.930 Erdblitze zählte der Informationsdienst Aldis/Blids im Jahresverlauf. Das waren nicht einmal halb so viele wie im Vorjahr, als das Sensornetzwerk der in Österreich ansässigen Experten 209.619 Einschläge registrierte.

Trockenheit führt zu weniger Blitzen

Wie häufig Blitze entstehen, hängt stark vom Wetter ab. Wärme und Feuchtigkeit machen sie wahrscheinlicher, weswegen sie vor allem im Sommer auftreten, in besonders trockenen Jahren aber tendenziell seltener sind.

Dass gerade Städte am oberen und unteren Ende der Skala auftreten, dürfte dabei auch daran liegen, dass sie im Vergleich zu Landkreisen eher kleinere Flächen haben. Sie sind also nur ein kleinerer Ausschnitt aus dem Blitzgeschehen, in dem sich einzelne Extreme nicht so stark ausgleichen.

Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die daher teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der hier genannten Statistik zählen nur Erdblitze - also Einschläge und keine Entladungen in den Wolken - und jeder Blitz nur einmal. Häufig kommt es nämlich vor, dass durch einen Blitzkanal in kürzester Zeit mehrere Entladungen fließen. Für Beobachter sieht das wie ein Flackern des Blitzes aus. Wurden in früheren Statistiken dabei teils mehrere Blitze gezählt, ist es jetzt nur noch einer.

Quelle: dpa

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