Sachsen-AnhaltSchulze: Urteil gegen Todesfahrer "nimmt Schmerz nicht"

Der 20. Dezember 2024 hat Magdeburg verändert und für viele Menschen Leid gebracht. Nun wurde das Urteil gegen den Todesfahrer gesprochen. Wie Ministerpräsident Sven Schulze darüber denkt.
Magdeburg (dpa/sa) - Am Tag der Urteilsverkündung gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt hat Ministerpräsident Sven Schulz den Betroffenen erneut Hilfe zugesagt. Das Land lasse sie nicht allein, dieses Versprechen gelte auch nach dem heutigen Urteil, erklärte der CDU-Politiker. Das Landgericht Magdeburg hatte den Angeklagten unter anderem wegen Mordes in sechs Fällen und versuchten Mordes in über 200 Fällen schuldig gesprochen und die höchstmögliche Strafe verhängt.
Am 20. Dezember 2024 war Taleb Al-Abdulmohsen mit einem mehr als zwei Tonnen schweren und 340 PS starken Mietwagen mit bis zu 48 Kilometern pro Stunde über den belebten Weihnachtsmarkt gerast. Ein Neunjähriger und fünf Frauen starben, Hunderte Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Mann aus Saudi-Arabien wurde gleich nach der Tat aus dem Auto heraus festgenommen.
"Unermessliches Leid"
"Der heutige Tag ist für viele Menschen in Sachsen-Anhalt und auch für mich ein Tag mit gemischten Gefühlen", erklärte Schulze. Das Urteil könne den Schmerz nicht nehmen und bringe auch keine geliebten Menschen zurück. Auch das Leid der Verletzten und ihrer Familien mache es nicht ungeschehen, so Schulze. "Der Täter hat unermessliches Leid über viele Menschen gebracht."
Al-Abdulmohsen wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Eine Anordnung der Sicherungsverwahrung bleibt vorbehalten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.