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Sachsen-AnhaltSchulze fordert mehr Praxis und Wirtschaft in Schulen

04.03.2026, 11:05 Uhr
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Hohe Energiekosten, Sorgen in der Chemiebranche und neue Pläne für den Unterricht: Warum Ministerpräsident Schulze jetzt nach Brüssel reist und was er dort erreichen möchte.

Magdeburg (dpa/sa) - Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) möchte die Schulausbildung in Sachsen-Anhalt praxisorientierter ausrichten. Das Fach Wirtschaft solle an Gymnasien ab der 7. Klasse wieder verpflichtend eingeführt werden, sagte der CDU-Politiker in einer Regierungserklärung im Landtag in Magdeburg. "Ich halte das für notwendig." In Sekundarschulen sollen die Schülerinnen und Schüler durch einen regelmäßigen Praxislerntag ab der 7. Klasse besser auf eine Ausbildung vorbereitet werden.

Schulze sprach in seiner Regierungserklärung ausführlich über die Wirtschaftspolitik. Ob Autoindustrie, Landwirtschaft oder Maschinenbau – keiner dieser Wirtschaftszweige könne etwa ohne die Chemie produzieren, sagte Schulze. "Die chemische Industrie ist der Kitt, der unsere Wirtschaft zusammenhält. Und sie braucht unsere volle Unterstützung."

Gespräche in Brüssel geplant

Der Ministerpräsident will in Kürze mit einer Wirtschaftsdelegation nach Brüssel reisen, um Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) die Probleme der Unternehmen aufzuzeigen und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Schulze plädiert auch für Änderungen im Umgang mit erneuerbaren Energien. "Dort, wo es Fehlentwicklungen gibt und gab, werden wir Korrekturen vornehmen müssen", sagte er. Letztlich sollten die erneuerbaren Energien Verbraucher wie Unternehmen kostengünstig und verlässlich versorgen. "Hier gibt es zweifellos noch Baustellen, wir müssen von den insgesamt hohen Strompreisen runterkommen."

Quelle: dpa

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