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Sachsen-Anhalt Schulze setzt auf verbessertes Verhältnis zu Verbänden

Sven Schulze (CDU) spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Magdeburg (dpa/sa) - Fünf Jahre lang lag die Zuständigkeit für Sachsen-Anhalts Landwirtschaft und Forsten in grünen Händen - jetzt hat CDU-Minister Sven Schulze übernommen und setzt auf ein verbessertes Verhältnis zu den Verbänden. "Das habe ich jetzt als Minister als eine meiner ersten Aufgaben gesehen, dass ich diese Kommunikation, die in den letzten Jahren ja dann doch auch durchaus gestört war zwischen der Politik, zwischen dem zuständigen Ministerium und den Verbänden wieder neu ins Leben rufe", sagte Schulze am Samstag nach einem mehrstündigen Gespräch mit Vertretern von rund 20 Verbänden in Magdeburg. "Es gab ein sehr positives Feedback."

Es sei etwa um die Vorbereitung auf die Afrikanische Schweinepest gegangen, um das Agrarstrukturgesetz, um Schweinepreise und auch um den Umgang mit dem Ökolandbau. Sven Schulze hatte im vergangenen Monat das zuvor fünf Jahre lang von der grünen Ministerin Claudia Dalbert geführte Agrar-Ressort übernommen. Die Ministerin hatte heftigen Gegenwind von Land- und Forstwirten erfahren. Am Anfang der Legislaturperiode hatte es sogar Krisentreffen in der Staatskanzlei gegeben.

Bei dem jetzigen Treffen unter anderen Vorzeichen war auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner. "Hier weht ein anderer Wind jetzt in Sachsen-Anhalt, muss man sehr klar sagen, bei der Landwirtschaft", sagte die CDU-Politikerin. Landwirtschaft werde als Berufs- und Wirtschaftszweig verstanden, von dem man leben müsse. Beim Thema Wald sei man sich mit allen Beteiligten einig gewesen, dass die CO2-Bindung und damit die Klimaschutzleistung des Waldes honoriert werden müsse.

Thema sei auch die Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln gewesen. "Die Bürger sind bereit, mehr zu zahlen für Lebensmittel, wenn sie genau wissen, wo was herkommt", sagte Klöckner. Bei der europarechtlichen Regelung müsse nachgebessert werden. Auch um das Thema Tierwohl und Einsparung von Pflanzenschutzmitteln sei es gegangen. Insgesamt sei man sich einig, sagte Klöckner: "Die Gemeinwohlleistung bei Umwelt, Klima, Tierschutz kostet mehr. Und das müssen wir den Landwirten auch honorieren."

Im kommenden Jahr wird Sachsen-Anhalt Ausrichter der Agrarministerkonferenz sein, laut Schulze sind Treffen in Magdeburg und Quedlinburg geplant.

© dpa-infocom, dpa:211016-99-620267/2

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