Sachsen-AnhaltSieben Journalisten bei Versammlungen Opfer von Straftaten

Körperverletzung und Nötigung: In mehreren Fällen wurden Journalisten in Sachsen-Anhalt bei Versammlungen attackiert. Die Linke mahnt den Schutz der Pressefreiheit an.
Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr sieben Journalisten im Umfeld von Versammlungen Opfer einer Straftat geworden. Mehrfach kam es dabei zu Körperverletzungen und Nötigungen, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Eva von Angern (Linke) hervorgeht.
Die meisten Vorkommnisse gab es in Halle. Bei mehreren Verfahren dauern die Ermittlungen der Polizei noch an, andere wurden eingestellt.
"Die Linke verurteilt alle Angriffe und Bedrohungen auf Pressevertreter in Sachsen-Anhalt. Attacken gegen Journalisten sind durch nichts zu rechtfertigen", sagte Linken-Fraktionschefin von Angern. "Hier werden Grundrechte wie die Presse- und Meinungsfreiheit mit Füßen getreten. Pressefreiheit ist nicht nur ein Schutz für Journalistinnen, sondern für die Demokratie, die wir verteidigen müssen."