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Sachsen-Anhalt Studium für angehende Hebammen startet mit 24 Studierenden

Eine Hebamme untersucht im Rahmen der Vorsorge eine Schwangere. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild)

Die Hebammenausbildung ist im Wandel. Künftig führt nicht mehr eine klassische Ausbildung in den Beruf, sondern ein Studium. Die Nachfrage nach den ersten Studienplätzen in Halle war groß.

Halle (dpa/sa) - In Halle können angehende Hebammen jetzt studieren. Der neue Bachelor-Studiengang Hebammenwissenschaft startet mit dem Beginn des neuen Semesters, die Einführungsveranstaltungen liefen ab dem 4. Oktober, teilte die Universitätsmedizin Halle auf Nachfrage mit. "Tatsächlich wird der Studiengang Hebammenwissenschaft mit insgesamt 24 Studierenden starten."

Sie seien zwischen 18 und 30 Jahre alt. Es seien Studierende aus ganz Deutschland aufgenommen worden, darunter aus Berlin und Hamburg. Ein weiterer Teil der Studierenden stamme aus der umliegenden Region Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Nachfrage war groß: 300 Bewerberinnen und Bewerber hätten sich für das mehrstufige Verfahren um die Studienplätze beworben, hieß es weiter. Voraussetzung für die Bewerbung war ein mindestens vierwöchiges Vorpraktikum. Dieses konnte in einem Kreißsaal, aber auch auf einer Schwangeren- oder Wochenstation, in einer hebammengeleiteten Einrichtung oder bei einer freiberuflichen Hebamme absolviert werden.

Ursprünglich hatte der Studiengang Hebammenwissenschaft schon 2020 starten sollen, es hatte aber Verzögerung im Zusammenhang mit der Bundes- und Landesgesetzgebung gegeben. Hintergrund für das Studium ist, dass der Beruf in den vergangenen Jahren zunehmend anspruchsvoller geworden ist. Für den Beruf der Hebamme ist laut der Unimedizin Halle nun eine Hochschulausbildung verpflichtend, zuvor war es ein klassischer Ausbildungsberuf gewesen. Das Studienangebot in Halle ist das einzige in Sachsen-Anhalt.

Das Studium mit einer Regelstudienzeit von acht Semestern verknüpft einen hochschulischen Ausbildungsteil an der Uni und einen praktischen Ausbildungsteil an Praxis-Lernorten.

© dpa-infocom, dpa:210926-99-362986/3

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