Sachsen-AnhaltTuberkulose-Fall in Kita in Kemberg

Ein Kita-Betreuer in Kemberg ist an Tuberkulose erkrankt. Was jetzt unternommen wird, um die Krankheit einzudämmen.
Kamberg (dpa/sa) - Bei einem Betreuer in einer Kindertageseinrichtung in Kemberg (Kreis Wittenberg) ist eine offene Lungentuberkulose festgestellt worden. Das Gesundheitsamt untersuche derzeit, welche Kinder engen Kontakt zu dem Mitarbeiter hatten, teilte ein Sprecher des Landkreises Wittenberg mit. Es würden Maßnahmen ergriffen, um den Ausbruch der Krankheit einzudämmen.
Der Betreuer habe im Ortsteil Dabrun in einer Kita gearbeitet. Vor wenigen Wochen sei er zudem in Wartenburg in einer weiteren Kita im Einsatz gewesen. Der Mann sei isoliert worden und befinde sich in medizinischer Behandlung. Die Ursache für seine Erkrankung sei bekannt.
Landrat Christian Tylsch (CDU) bat die Eltern, mit dem Gesundheitsamt zusammenzuarbeiten. Tuberkulose sei kein akuter Grund zur Sorge, wenn sie adäquat behandelt werde.
Nicht jede Ansteckung führt zu einem Ausbruch der Krankheit
Die Infektion wird durch Bakterien verursacht und betrifft meist die Lunge. Die Ansteckung erfolgt über die Luft, wenn beim Husten oder Sprechen Tröpfchen mit dem Erreger eingeatmet werden. Nicht jede Ansteckung führt auch zu einem Ausbruch der Krankheit. Mit Behandlung können die meisten Betroffenen geheilt werden; ohne Therapie stirbt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast die Hälfte der Infizierten.
Tuberkulose gehört weiterhin zu den zehn häufigsten Todesursachen weltweit. Laut TB-Jahresbericht der WHO starben im vergangenen Jahr 1,23 Millionen Menschen an der bakteriellen Krankheit.