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Sachsen-AnhaltVerfassungsschutz stellt Jahresbericht 2025 vor

02.06.2026, 03:31 Uhr
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Wie hat sich die Extremismus-Lage in Sachsen-Anhalt entwickelt? Der Verfassungsschutz will am Dienstag seinen Jahresbericht vorstellen. Erste Details nennt das Innenministerium bereits vorab.

Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Verfassungsschutz legt am Dienstag (14.00 Uhr) seine Bilanz für das Jahr 2025 vor. Der Jahresbericht soll von Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) und dem Leiter der Behörde, Jochen Hollmann, in der Kabinettspressekonferenz in Magdeburg vorgestellt werden.

Keine Entwarnung beim Islamismus

Nach Angaben des Innenministeriums blieb das Personenpotenzial im Phänomenbereich Islamismus im vergangenen Jahr unverändert. Wie aus dem Bericht hervorgeht, wurden erneut rund 400 Menschen dem islamistischen Spektrum zugerechnet.

"Die Zahl der Personen, die dem Islamismus zuzurechnen sind, ist seit mehreren Jahren gleichbleibend", erklärte Zieschang vorab. Dennoch dürfe dieser Personenkreis keinesfalls aus dem Blick geraten. Insbesondere von radikalisierten Einzelpersonen gehe weiterhin eine hohe Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus.

Bericht verweist auf Festnahme in Magdeburg

Der Bericht greift unter anderem die Festnahme eines 21 Jahre alten Tadschiken in Magdeburg im Dezember 2025 auf. Nach Angaben des Ministeriums hatte der Mann Kontakt zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) und die Bereitschaft signalisiert, einen dschihadistisch motivierten Anschlag zu verüben. Gegen ihn wurde eine Abschiebungsanordnung mit einem unbefristeten Einreise- und Aufenthaltsverbot für den gesamten Schengen-Raum erlassen. Anfang Januar 2026 sei er kontrolliert in sein Heimatland ausgereist.

Neben dem Islamismus behandelt der Verfassungsschutzbericht auch Entwicklungen in den Bereichen Rechts- und Linksextremismus.

Quelle: dpa

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