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Sachsen-AnhaltWeniger Arbeitsstunden in Sachsen-Anhalt im Jahr 2025

26.03.2026, 11:30 Uhr
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(Foto: Arne Dedert/dpa)

Die Beschäftigten im Land arbeiten im Schnitt länger als anderswo in Deutschland. Insgesamt geht das Arbeitsvolumen dennoch zurück – aus mehreren Gründen.

Halle (dpa/sa) - Die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2025 insgesamt weniger gearbeitet als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, sank das Arbeitsvolumen auf 1.337 Millionen Stunden und lag damit 1,4 Prozent unter dem Niveau von 2024.

Weniger Beschäftigte, weniger Stunden, mehr Teilzeit

Die Zahl der Erwerbstätigen ging im gleichen Zeitraum um 0,5 Prozent auf 983.800 Menschen zurück. Pro Kopf ergab sich eine durchschnittliche Jahresarbeitszeit von 1.359 Stunden – zwölf Stunden weniger als 2024, aber 27 Stunden mehr als im Bundesdurchschnitt.

Als Ursachen für den Rückgang nannte das Landesamt unter anderem eine zunehmende Teilzeitbeschäftigung bei gleichzeitig weniger Vollzeitstellen sowie zwei Arbeitstage weniger im Jahr 2025.

Große Unterschiede nach Arbeitssituation

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Beschäftigtengruppen: Selbstständige und mithelfende Familienangehörige arbeiteten mit durchschnittlich 1.754 Stunden deutlich länger als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit 1.328 Stunden.

In den meisten Wirtschaftsbereichen ging die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden zurück. Besonders deutlich fiel das Minus im produzierenden Gewerbe (minus 3,3 Prozent) und in der Land- und Forstwirtschaft (minus 2,8 Prozent) aus. Auch im Dienstleistungsbereich insgesamt gab es ein leichtes Minus von 0,7 Prozent. Einzig öffentliche und sonstige Dienstleistungen, etwa in Erziehung und Gesundheit, verzeichneten einen Zuwachs von 0,3 Prozent.

Baugewerbe mit den meisten Stunden

Die meisten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen wurden im Baugewerbe mit durchschnittlich 1.514 Stunden geleistet. Am niedrigsten lag die Pro-Kopf-Arbeitszeit in den Dienstleistungsbereichen mit 1.323 Stunden, wo Teilzeitbeschäftigung eine größere Rolle spielt.

Quelle: dpa

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