Sachsen37 Prozent weniger Geburtshilfekliniken in Sachsen

Weniger Kliniken, weniger Betten: Die Anzahl der Geburtshilfekliniken sinkt - auch, weil es weniger Geburten gibt. Wer in Sachsen auf dem Land lebt, muss weitere Wege in Kauf nehmen.
Dresden (dpa/sn) - In Sachsen ist die Anzahl der Kliniken, in denen Geburten stattfinden, seit der Wiedervereinigung um mehr als ein Drittel gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz hat sich die Zahl der Häuser mit Kreißsälen seit 1991 um 20 auf insgesamt 34 Häuser reduziert (minus 37 Prozent). Die Zahl der Krankenhausbetten in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe hat der Statistik zufolge sogar um 73 Prozent abgenommen. Gab es 1991 noch 4.488 Betten in dem Bereich, so waren es 2024 noch 1.218 Betten.
Im gleichen Zeitraum sank allerdings auch die Auslastung der Betten. So waren 53,8 Prozent der Betten 2024 ausgelastet (1991: 63,8 Prozent). Grund dafür ist den Statistikern nach vor allem die kürzere Verweildauer der Patientinnen im Krankenhaus. Die Anzahl der Geburten ist seit 1991 zudem um rund ein Fünftel gesunken. Während 83 Prozent der Großstadtbewohnerinnen binnen 15 Minuten eine Klinik für Geburtshilfe erreichen können, trifft das den Zahlen zufolge in ländlichen Gemeinden und Kleinstädten noch etwa auf jede Dritte zu.