SachsenCello dominiert die Dresdner Musikfestspiele zu Pfingsten

Zum dritten Mal bieten die Musikfestspiele in Dresden die "Cellomania" - ein Festival im Festival. Zu Pfingsten gibt das Instrument, das der menschlichen Stimme am nächsten kommt, den Ton an.
Dresden (dpa/sn) - Musikfreunde lieben den warmen, dunklen, aber auch facettenreichen Klang eines Cellos. Am Pfingstwochenende können sie bei diesem Instrument zu den Dresdner Musikfestspielen voll auf ihre Kosten kommen. Denn bei dem Festival gibt das Cello klar den Ton an. Damit läuft die "Cellomania" - ein Gipfeltreffen von 30 Cellisten aus aller Welt - auf Hochtouren.
Musikfestspiele "very british"
Bereits am Samstag wird es im Kulturpalast "very britisch". Dann ist der britische Ausnahme-Cellist Sheku Kanneh-Mason als Gast der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Andrew Manze mit einer europäischen Erstaufführung zu erleben - einem Cellokonzert von Edmund Finnis. Mit William Lawes und Arthur Bliss sind weitere Komponisten "von der Insel" im Programm.
Vivaldi-Konzerte modern und historisch
Parallel dazu interpretieren in der Luther-Kirche zwei Musikerinnen und drei Musiker Cellokonzerte von Antonio Vivaldi. Die "Late Night Baroque" - so ist der Abend überschrieben - wird von Festspiel-Intendant Jan Vogler moderiert. Der international erfolgreiche Cellist, der auch mehrere Auftritte bei "seinem" Festival hat, möchte dem Publikum unterschiedliche Spielweisen nahebringen. Denn mit Darmsaiten klingt ein Cello anders als mit Stahlsaiten.
"Serenade im Grünen" und "Lange Nacht des Cellos" am Sonntag
Am Pfingstsonntag findet eine Tradition der Musikfestspiele ihre Fortsetzung. Dann tritt der Dresdner Kreuzchor bei der "Serenade im Grünen" im Schlosspark Pillnitz auf. Am Abend folgt im Kulturpalast die "Lange Nacht des Cellos" als Höhepunkt der "Cellomania". Mehr als ein Dutzend Solisten - darunter Mischa Maisky, Alisa Weilerstein, Daniel Müller-Schott und Jan Vogler - musizieren in unterschiedlichen Besetzungen mit dem NFM Leopoldinum Orchestra aus Polen und Dirigent Alexander Sitkovetsky und haben einen Parforceritt durch die Celloliteratur angekündigt.
Auftritt von Bastian Pastewka und Joja Wendt
Am Pfingstmontag unternehmen in den Vormittagsstunden in der Semperoper der Schauspieler und Comedian Bastian Pastewka und der Pianist Joja Wendt einen Ausflug in die Musikgeschichte - querbeet durch alle möglichen Spielarten. Am Abend hat das London Philharmonic Orchestra mit Edward Gardner am Pult seinen ersten Auftritt bei den diesjährigen Festspielen. Dann steht allerdings die Geige im Fokus. Die Britin Nicola Benedetti interpretiert Edward Elgars Violinkonzert. Dessen 1. Sinfonie rundet das Programm ab.
Das Cello steht erst am Dienstag wieder im Rampenlicht. Vogler spielt dann mit dem Londoner Orchester Elgars Cellokonzert. Der Abend im Kulturpalast wird komplettiert von Elgars 2. Sinfonie und dem Stück "Forest" von Judith Weir.
Die 49. Dresdner Musikfestspiele stehen noch bis 14. Juni unter dem Motto "Leichtigkeit des Seins". Insgesamt stehen 64 Veranstaltungen auf dem Programm.