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SachsenEishalle in Jonsdorf wieder offen

29.11.2025, 10:26 Uhr
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Der Eissport in Jonsdorf hat eine mehr als 70-jährige Tradition. Es war ein Tiefschlag, als die Gemeinde im Zittauer Gebirge ihre Eishalle schließen musste. Nun startet der Betrieb unter neuer Regie.

Jonsdorf (dpa/sn) - Die Eisarena im ostsächsischen Kurort Jonsdorf hat wieder für den Vereins- und Freizeitsport geöffnet. Nachdem die Gemeinde einen neuen Betreiber für die Halle gefunden hat, soll am 6. Dezember erstmals in dieser Saison öffentliches Eislaufen angeboten werden, sagte Bürgermeisterin Kati Wenzel (parteilos). Bereits seit diesem Wochenende stehe die Arena Eishockeymannschaften, Eisstockschützen und Eiskunstläuferinnen für das Training zur Verfügung.

Die Eishalle in Jonsdorf war im Sommer 2024 geschlossen worden, weil die rund 1.400 Einwohner zählende Gemeinde das Objekt allein nicht mehr finanzieren konnte. Deshalb sei das sanierungsbedürftige Gebäude für einen Weiterbetrieb ausgeschrieben worden, unter der Voraussetzung, auch künftig Vereins- und Breitensport zu ermöglichen, sagte Bürgermeisterin Wenzel. Mitte November habe sie den Pachtvertrag mit dem tschechischen Eishockeyspieler Tomáš Plíhal unterschrieben. Als Geschäftsführer der neu gegründeten Betreiberfirma für die Eisarena werde er von mehreren Investoren unterstützt.

Pachtvertrag mit tschechischem Eishockeyspieler

"Mein Wunsch hat sich erfüllt, jemanden zu finden, der Eis liebt", freut sich Wenzel. Sie habe die Hoffnung nicht aufgegeben, die 71-jährige Tradition des Eissports in Jonsdorf fortzuführen. An der Stelle des heutigen Kurparks gab es ab 1954 ein Natureisstadion unter freiem Himmel. 1996 öffnete die neu gebaute Eisarena, in der Training, Wettkämpfe und Freizeitsport fortan unabhängig von der Witterung möglich waren.

Im vergangenen Winter wurde mit Unterstützung aus der Bevölkerung ein Notbetrieb in der Halle organisiert. Nach Gemeindeangaben kamen von Ende November bis Mitte März rund 25.000 Besucher zum Eislaufen. Für diese Saison hatte die Bürgermeisterin eine Neuauflage in Eigenregie jedoch ausgeschlossen - wegen unkalkulierbarer Kosten. Der Pachtvertrag mit den tschechischen Investoren sei vorerst bis 30. Juni 2026 befristet und bis zur Unterzeichnung des geplanten Erbbaupachtvertrages als Übergangslösung gedacht.

Quelle: dpa

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