SachsenFestetage des Dresdner Residenzschlosses vollendet

Seit mehr als 40 Jahren dauert die Rekonstruktion des Dresdner Residenzschlosses an. Nun können Besucher erstmals wieder bei einem Rundgang die historischen Repräsentationsräume erleben.
Dresden (dpa/sn) - Mit der Fertigstellung der Festetage ist bei der Rekonstruktion des Dresdner Residenzschlosses ein Meilenstein erreicht. Ab Mittwoch öffnen der Propositionssaal und der Große Ballsaal für Besucher. Damit können Museumsgäste erstmals wieder alle Repräsentationsräume bei einem Rundgang besichtigen, statt beim Flanieren in Sackgassen zu enden, wie Bernd Ebert, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sagte.
Die neue Dauerausstellung "Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof" macht das höfische Leben erlebbar. Sie beginnt im Riesensaal mit Turnierszenen, führt weiter über die Audienzzimmer, den großen Ballsaal, das Turmzimmer mit dem historischen Porzellankabinett, den Propositionssaal, und daran anschließend die Paraderäume August des Starken bis hin zur Türckischen Cammer.
"Das ist ein Ort, der wohl weltweit einzigartig ist", sagte Ebert. "Wir zeigen Objekte der Festkultur, des höfischen Lebens, die Requisiten von Turnierkämpfen, Maskeraden und Aufzügen in einer historisch rekonstruierten Umgebung." Es handle sich um eine Collage verschiedener Baustilen und Nutzungen vom Mittelalter, über die Renaissance, den Barock, das 19. Jahrhundert bis hin zum 21. Jahrhundert.
Die Rekonstruktionsarbeiten in der 1945 zerstörten Residenz sächsischer Kurfürsten und Könige aus dem 16. Jahrhundert sollen demnach 2028 komplett vollendet werden. Die feierliche Eröffnung ist laut Ebert für das Frühjahr 2029 geplant. Die Rekonstruktion begann bereits 1985.