SachsenGroßbrand in Chemnitzer Industriebrache der Wanderer-Werke

Die Feuerwehrleute müssen sich mit Kettensägen den Weg zum Brandort frei machen. Und auch Schächte und Vertiefungen auf dem Gelände der Industriebrache erschweren das Vordringen.
Chemnitz (dpa/sn) - In einem leerstehenden Gebäude der früheren Chemnitzer Wanderer-Werke hat ein Großbrand die Feuerwehr in Atem gehalten. Die Einsatzkräfte waren in der Nacht zum Samstag alarmiert worden und sahen schon bei der Anfahrt einen hellen Flammenschein im Dachbereich, teilte die Stadtverwaltung mit.
Da sich die Natur in dem Gelände seit Jahrzehnten ungehindert ausbreiten konnte, mussten sich die Feuerwehrleute mit Kettensägen den Weg frei machen, hieß es. Auch unzählige Schächte und Vertiefungen hätten sich in der Dunkelheit als Hindernis erwiesen.
Ursache des Brandes noch unklar
Laut Polizei stehen die Ursache des Feuers und der Schaden noch nicht fest. Nach den bisherigen Erkenntnissen sei niemand verletzt worden. Neben der Berufsfeuerwehr Chemnitz war auch die Freiwillige Feuerwehr am Löscheinsatz beteiligt. Mit Drohnen wurden die Brandherde im Dach genau geortet. Während des Einsatzes, der Einsatz am Samstagvormittag noch nicht abgeschlossen war, blieb die Zwickauer Straße voll gesperrt.
Die Wanderer-Werke
Die Chemnitzer Wanderer-Werke waren 1885 als Handelsfirma für Fahrräder gegründet worden und entwickelten sich zu einem führenden Hersteller von Fahrrädern, Motorrädern, Automobilen sowie Werkzeug- und Büromaschinen. Nach dem Krieg wurden die Wanderer-Werke demontiert, enteignet und zerschlagen.
Einzelne Betriebsteile wurden unter verschiedenen Namen als Volkseigener Betrieb (VEB) fortgeführt - darunter war der VEB Robotron-Buchungsmaschinenwerk.