SachsenObstbauern erwarten gute Erdbeersaison

Sachsens Obstbauern starten mit Zuversicht in die Erdbeersaison. Nach Frostschäden 2024 erwarten sie diesmal auf bessere Erträge und gute Qualität der beliebten Früchte.
Dresden (dpa/sn) - Die Erdbeeren in Sachsen sind reif für die Ernte. Zum offiziellen Auftakt der Erdbeersaison äußerte sich der Obstbauverband optimistisch. "Wir bauen im Verbandsgebiet 175 Hektar Erdbeeren an und erwarten eine gute Ernte bei guten Qualitäten von etwa 1400 Tonnen", sagte Verbandschef Jörg Geitel in Zittau. "Jetzt geht es richtig los." Man habe ein gutes Gefühl.
Kalte Nächte im April sorgten nur für geringe Schäden
Geitel räumte ein, dass die Frostnächte Ende April zu leichten Frostschäden geführt haben. Das werde sich zwar etwas auf den Ertrag auswirken, schlage aber nicht groß zu Buche. Der Absatz an Erdbeeren im Handel sei bislang gut. "Bisher war noch wenig deutsche Ware am Markt. In den Hofläden gibt es wenig Konkurrenzdruck von europäischen Nachbarn." Druck resultiere vor allem im Lebensmitteleinzelhandel durch Konkurrenz aus Polen und Spanien.
Obstbauern wollen Erdbeerproduktion in Deutschland halten
Geitel äußerte sich auch zur Zukunft des Erdbeeranbaus hierzulande. Man wolle die Erdbeerproduktion in Deutschland halten. Bei den derzeitigen Rahmenbedingungen werde das aber immer schwieriger. Der Verbandschef verwies vor allem auf die Zulassung von verfügbaren Pflanzenschutzmitteln, auf Betriebsmittelkosten und Lohnkosten. Die Lohnkosten würden bei den Betrieben mit 50 bis 60 Prozent zu Buche schlagen.
Verband will schnellere Zulassung von Pflanzenschutzmitteln
"Wir brauchen eine zuverlässige Zulassungspolitik, gerade um wettbewerbsfähig zu sein, auch wieder gegenüber unseren europäischen Nachbarn", sagte Geitel. Die Zulassungsprozesse müssten verschlankt werden, um schneller Zulassung zu bekommen.
2024 hatten Frostschäden im April die Erntemenge bei Erdbeeren stark reduziert. Sie lag nur etwa bei 40 Prozent des Normalniveaus.