SachsenÖPNV in Leipzig und Dresden auf Wintersturm vorbereitet

Die Verkehrsbetriebe rüsten mit Streusalz, Räumfahrzeugen und Nachtschichten gegen den Wintersturm. Wie eine historische Bahn in Dresden dabei eine besondere Rolle spielt.
Leipzig/Dresden (dpa/sn) - Die Verkehrsbetriebe in Leipzig und Dresden sehen sich für den vorhergesagten Wintersturm gerüstet. Es werde alles daran gesetzt, das Angebot wie geplant einzuhalten, teilte die beiden Verkehrsbetriebe auf Anfrage mit. Man habe ausreichend Streusalz, Mitarbeiter und Räumfahrzeuge im Einsatz.
Unter bestimmten Verhältnissen sind Kollegen auch nachts unterwegs, um Oberleitungen und Strecken freizuhalten, sagte eine Sprecherin der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH. Fahrgästen werde geraten, die bekannten Kommunikationskanäle im Blick zu behalten und gegebenenfalls etwas mehr Zeit einzuplanen und grundsätzlich außerhalb der eigenen vier Wände achtsam unterwegs zu sein.
Spezielles Verfahren in Dresden zum Schutz der Oberleitungen
In Dresden werden den Angaben zufolge die Straßen für die Busse rechtzeitig freigeräumt. "Die Wetterexperten rechnen mit zehn Zentimetern Neuschnee. Das ist ein normaler Winter und sollte zu schaffen sein", betonte DVB-Sprecher Falk Lösch. Auch für die Straßenbahnen sei diese Schneemenge kein Problem.
In der Landeshauptstadt ist zudem eine ältere Bahn unterwegs, die die Oberleitungen mit einem speziellen Frostschutzmittel einschmiert. Während des täglichen Betriebs bilde sich ohnehin kein Frost auf den Leitungen, betonte Lösch. "Und in den Nachtstunden fahren zwei Bahnen ohne Passagiere die Strecken ab, um den Eispanzer zu entfernen."