SachsenPolizisten in Hoyerswerda mit Feuerwerk angegriffen

Feuerwerk als Waffe: In Hoyerswerda fliegen Böller auf Polizisten. Insgesamt zieht die Polizei Görlitz aber eine eher positive Bilanz zum Jahreswechsel.
Görlitz (dpa/sn) - In Hoyerswerda sind Polizisten in der Silvesternacht mit Feuerwerkskörpern angegriffen worden. Die Beamten waren um 1.00 Uhr zu einem Einsatz am Lausitzer Platz gerufen worden, wo sich laut Zeugenhinweisen eine Gruppe von etwa 30 Personen gegenseitig mit Pyrotechnik bewarf, wie die Polizei mitteilte. Als ein Streifenwagen vor Ort eintraf, sei er ebenfalls aus der Gruppe heraus mit Pyrotechnik beschossen worden. Die Geschosse verfehlten die Einsatzkräfte.
Die Gruppe flüchtete. Die Polizei stellte einen 20-jährigen Verdächtigen, der die Beamten beleidigte und bedrohte. Ein Atemalkoholtest bei dem jungen Mann ergab einen Wert von 1,2 Promille.
Insgesamt sei die Nacht für die Polizeidirektion Görlitz ruhiger verlaufen als in den vergangenen Jahren, sagte ein Sprecher. Polizisten fertigten knapp 45 Strafanzeigen und wurden zu etwa 40 Einsätzen gerufen. Das waren halb so viele wie im vergangenen Jahr. Schwerpunktbereiche waren den Angaben nach die Innenstädte von Bautzen und Görlitz.
Minderjährige verursachen Brand
In Großröhrsdorf verursachten vermutlich zwei Minderjährige einen Brand in einem Einfamilienhaus. Nach ersten Erkenntnissen zündeten sie Böller und Raketen aus dem Fenster ihres Kinderzimmers heraus. Die Verpackungen entsorgten sie im Papiermüll, der womöglich durch Funkenflug begann, zu brennen. Die beiden Minderjährigen hatten zu dem Zeitpunkt das Haus aber bereits verlassen. Der Eigentümer bemerkte den Brand später und alarmierte die Feuerwehr, die ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Haus verhindern konnte. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 20.000 Euro.
Starke Explosionen von Pyrotechnik verursachten andernorts teilweise erhebliche Schäden. So wurden in Wittichenau mehrere Scheiben einer Fleischerei, einer Physiotherapiepraxis und der Wohnungsgesellschaft Wittichenau zerstört. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf 25.000 Euro.
Glatte Straßen führen zu Unfällen
Autofahrern bereiteten die glatten Straßen Probleme. Ein 20-Jähriger etwa geriet in Seifhennersdorf ins Rutschen und überschlug sich. Er wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Ein 72-Jähriger verlor beim Überholen auf der S95 zwischen Steina und Pulsnitz (Landkreis Bautzen) die Kontrolle über seinen Wagen und kollidierte mit einem entgegenkommenden Pkw. Zwei Insassen des entgegenkommenden Pkw wurden leicht verletzt, der 72-Jährige blieb unverletzt. Bei ihm stellten die Polizisten jedoch 1,26 Promille Alkohol im Atem fest.