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SachsenProtest gegen rechtsextremen Aufmarsch in Dresden

14.02.2026, 13:59 Uhr
Die-Polizei-hat-hinter-den-Absperrgittern-an-der-zentralen-Kundgebung-von-Dresden-Wi-e-dersetzen-Wasserwerfer-platziert
(Foto: Sebastian Willnow/dpa)

Hunderte Menschen demonstrieren in Dresden gegen einen rechtsextremen Aufmarsch. Die Stimmung ist zunächst friedlich.

Dresden (dpa/sn) - Zahlreiche Menschen protestieren in Dresden gegen den Aufmarsch von Rechtsextremisten zum Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Von drei Ausgangspunkten in der Neustadt und in der Südvorstadt aus starteten am Vormittag drei Demonstrationszüge zur zentralen Kundgebung am Postplatz. Dort sammelten sich schätzungsweise mehr als Tausend Teilnehmer. Die Polizei nannte keine offiziellen Zahlen.

Die Stimmung blieb dort am frühen Nachmittag friedlich, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Mehrere Parteien sind mit parlamentarischen Beobachtern vor Ort und begleiten das Versammlungsgeschehen. Gegendemonstranten versuchten, die geplante Strecke des rechtsextremen Aufmarschs - der um 14.00 Uhr vom Bahnhof Dresden-Mitte starten soll - an zwei Stellen mit Sitzblockaden zu blockieren. Dort kam es nach Beobachtung von dpa-Reportern zu Gerangel mit der Polizei.

Dresden war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Angriffen britischer und amerikanische Bomber in Schutt und Asche gelegt worden. Nach Zahlen einer Historikerkommission kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben. Die Luftangriffe werden regelmäßig von Rechtsextremen instrumentalisiert, um die Kriegsschuld Deutschlands zu relativieren. Auch in diesem Jahr haben sie einen "Trauermarsch" geplant und dafür 1.000 Teilnehmer angemeldet. 2025 waren mehr als die doppelt so viele gekommen.

Polizei mit Großaufgebot

Die Anreise der Versammlungsteilnehmer beider Seiten lief nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, um die beiden Lager voneinander zu trennen. Hinter den Absperrgittern am Postplatz, dem zentralen Kundgebungsort von "Dresden Wi(e)dersetzen", hat die Polizei zwei Wasserwerfer platziert, wie ein dpa-Reporter berichtete. Allerdings hätten die Teilnehmer nichts zu befürchten, wenn sie friedlich bleiben und nicht gegen Einsatzkräfte vorgehen, hieß es bei einer Durchsage. Sonst würden die Wasserwerfer jedoch als Zwangsmittel eingesetzt.

Quelle: dpa

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