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SachsenSPD schaut in die Zukunft – Debattencamp und Schulpolitik

11.03.2026, 12:11 Uhr
Das-Fuehrungsduo-der-Sachsen-SPD-Kathrin-Michel-und-Henning-Homann

Wie soll Sachsen im Jahr 2024 aussehen? Darum geht es der SPD bei einer Veranstaltung am Samstag in Leipzig. Bundesvorsitzende Bärbel Bas will den Weg zu einem neuen Parteiprogramm skizzieren.

Dresden/Leipzig (dpa/sn) - Die sächsische SPD möchte bei ihrem Debattencamp "Sachsen 2040" am Samstag in Leipzig eine Vision des Freistaates entwickeln und dabei kontrovers diskutieren. Bei dem Treffen wird auch SPD-Bundesvorsitzende Bärbel Bas erwartet. Sie soll den Weg zu einem neuen Grundsatzprogramm der SPD beschreiben, sagte die sächsische Parteichefin Kathrin Michel. Bisher lägen 320 Anmeldungen für die Veranstaltung vor, es gebe aber noch Luft nach oben.

"Wir wissen, dass wir Dinge klären müssen", betonte der Co-Vorsitzende Henning Homann mit Blick auf seine Partei. Bei dem Debattencamp geht es in diversen Formaten um verschiedene Themen. Ein Thema lautet etwa "Die versteht doch keiner! - Wie erlernt die SPD wieder die Sprache der Mehrheit?". Auch über die Krise der Wirtschaft, die Rolle des Ostens nach gut 35 Jahren deutscher Einheit oder Gerechtigkeit in der Gesellschaft soll debattiert werden. Ein Punkt bleibt der Schulpolitik vorbehalten – Motto der Debatte: "Raus aus der Mangelverwaltung! - Braucht Sachsens Schule der Zukunft eine Revolution?".

SPD will Möglichkeiten für längeres gemeinsames Lernen ausweiten

Homann sprach sich für ein längeres gemeinsames Lernen aus. In Sachsen werden die Kinder bereits nach der vierten Klasse aufgeteilt, gehen dann entweder ins Gymnasium oder in die Oberschule. Gemeinschaftsschulen sind inzwischen möglich, aber immer noch rar. Homann zufolge geht es nicht darum, Gymnasien und Oberschulen abzuschaffen, sondern die Möglichkeiten eines längeren gemeinsamen Lernens auszuweiten. Damit könne man die Schulstruktur erhalten und zugleich mehr für Bildungsgerechtigkeit tun.

"Wir haben ein Schulsystem, das viele Stärken hat, aber wir haben auch ein paar Dinge, die wir dringend verbessern müssen", sagte Homann und erwähnte dabei den Lehrermangel im Freistaat. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung mit sinkenden Schülerzahlen gebe es jetzt die Chance, den Unterrichtsausfall zu minimieren. Die SPD wolle so viele Schulen wie möglich erhalten.

Quelle: dpa

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