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SachsenSachsen baut Wirtschaftsbeziehungen zu Taiwan aus

10.03.2026, 12:38 Uhr
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(Foto: Yu-Tzu Chiu/dpa)

Halbleiter, Elektronik und Maschinenbau: Sachsen will seine Wirtschaftsbeziehungen zu Taiwan vertiefen. Eine neue Kooperation soll Unternehmen besser vernetzen und Investitionen anstoßen.

Taipeh/Dresden (dpa/sn) - Sachsen möchte seine Wirtschaftsbeziehungen zu Taiwan weiter ausbauen. Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) vereinbarte eine Kooperation mit der Auslandshandelskammer (AHK) Taiwan. Die AHK soll künftig als Beauftragte der WFS vor Ort Projekte unterstützen und Kontakte zwischen Unternehmen herstellen, wie die Wirtschaftsförderung Sachsen mitteilte.

Schlüsselpartner in Zukunftsindustrien

Taiwan habe für Sachsen in den vergangenen Jahren spürbar an Bedeutung gewonnen, erklärte Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Pante. "Taiwan ist für Sachsen wirtschaftlich ein Schlüsselpartner und in zentralen Zukunftsindustrien - insbesondere Halbleiter, Elektronik und Präzisionsfertigung - weltweit führend", sagte der SPD-Politiker. Das knüpfe unmittelbar an die sächsischen Stärken in Mikroelektronik, Automotive und Maschinenbau an.

Unterstützung für Unternehmen und Investoren

Die engere Kooperation mit der AHK Taiwan solle helfen, die Präsenz Sachsens auf der Insel weiter auszubauen. "Wir freuen uns, dass wir mit der AHK Taiwan einen erfahrenen und etablierten Partner für die weitere Bearbeitung des taiwanischen Marktes und den Ausbau der Zusammenarbeit mit Taiwan gewonnen haben", erklärte WFS-Geschäftsführer Thomas Horn. Man verspreche sich davon, "eine effektivere Unterstützung sächsischer Unternehmen vor Ort sowie eine gezieltere Akquise von potenziellen Investoren".

Zu den Aufgaben der Partner vor Ort gehören nach Angaben der WFS unter anderem Informationen über Exportchancen und Kooperationsmöglichkeiten, Kontakte zwischen Unternehmen aus Taiwan und Sachsen sowie die Organisation von Delegationen und Fachveranstaltungen.

Außenhandel wächst deutlich

Die Bedeutung Taiwans für den sächsischen Außenhandel ist zuletzt gestiegen. Im dritten Quartal 2025 lag das Exportvolumen bei 1,37 Milliarden Euro - ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wichtigste Ausfuhrgüter sind elektrotechnische Produkte, gefolgt von Erzeugnissen des Kraftfahrzeugbaus und chemischen Vorerzeugnissen. Auch die Importe aus Taiwan legten zu und stiegen um 35 Prozent. Wichtigste Importgüter sind ebenfalls elektrotechnische Erzeugnisse, daneben Fahrräder und Maschinenbauprodukte.

Quelle: dpa

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