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SachsenMesserattacken in Sachsen nahmen zu

06.03.2026, 17:41 Uhr
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Der AfD-Politiker Sebastian Wippel fordert schärfere Strafen für Messergewalt: "Wer ein Messer einsetzt, nimmt tödliche Verletzungen in Kauf."

Dresden (dpa/sn) - Stichwaffen werden in Sachsen zunehmend zur Tatwaffe. Im zweiten Halbjahr 2025 wurden im Freistaat 1.277 Straftaten registriert, bei denen eine solche Waffe zum Einsatz kam. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage von AfD-Innenpolitiker Sebastian Wippel hervor. Im ersten Halbjahr waren es demnach 1.072 Fälle und im zweiten Halbjahr 2024 lag die Zahl bei 968.

Insgesamt wurden im zweiten Halbjahr 2025 den Angaben zufolge 2.061 Straftaten mit einer Waffe erfasst. In 1.526 Fällen konnte laut Innenministerium mindestens ein Tatverdächtiger ermittelt werden, der Anteil ausländischer Tatverdächtiger lag bei 38 Prozent.

AfD fordert härtere Strafen bei Straftaten mit Messer

"Messergewalt muss härter bestraft werden. Wer ein Messer einsetzt, nimmt tödliche Verletzungen in Kauf. Wenn Gerichte die Täter mit Bewährungsstrafen davonkommen lassen, finde ich das erschütternd und gefährlich", betonte Wippel und verlangte eine Verschärfung des Strafrechts.

Innenminister will Druck auf potenzielle Täter erhöhen

"Unser Ziel ist es, den Druck auf potenzielle Täter an Brennpunkten und in Innenstädten so hoch wie möglich zu halten, um Angriffe und Taten von vorneherein zu verhindern", sagte Innenminister Armin Schuster (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Dafür haben man die operative Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz noch einmal intensiviert und arbeite eng mit den Kommunen zusammen.

Schuster plädiert für intelligente Videoüberwachung

"Wichtig ist, der Polizei künftig intelligente Videoüberwachung an die Hand zu geben und die Befugnis zu schaffen, gefährliche oder brenzlige Situation schneller zu erkennen und vor der Tat eingreifen zu können", betonte der Innenminister.

Quelle: dpa

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