SachsenWirtschaftsminister Panter fährt nach Frankreich

Sächsische Firmen suchen verstärkt nach Auslandsmärkten für ihre Produkte. Beim deutschen Nachbarn Frankreich sieht man noch Potenzial.
Dresden (dpa/sn) - Sachsen möchte seine Wirtschaftsbeziehungen zu Frankreich ausbauen. Am Montag reist deshalb Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) mit einer Unternehmerdelegation in das deutsche Nachbarland. Im Mittelpunkt stünden die Mikroelektronik, Life Sciences (Lebenswissenschaften), Verbundwerkstoffe und erneuerbare Energien, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Stationen der Reise bis Freitag sind Grenoble, Paris und Montpellier. Panter und seine Begleitung besuchen Firmen und Messen.
Frankreich einer der wichtigsten Handelspartner von Sachsen
Frankreich ist für Sachsen einer der wichtigsten Außenhandelsmärkte. "Mit kaum einem anderen Land ist Deutschland so partnerschaftlich verbunden wie mit Frankreich. In einer Zeit von globalen Umbrüchen, Protektionismus und instabilen Lieferketten ist diese Zusammenarbeit innerhalb Europas mehr denn je unerlässlich", betonte Panter. Nur durch vereinte Anstrengungen könne man als Kontinent Wettbewerbsfähigkeit sichern, Innovationen vorantreiben und strategische Souveränität wahren.
Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) meldete für die Messe JEC World in Paris in der kommenden Woche eine sächsische Rekordbeteiligung. Insgesamt 22 Unternehmen wollen sich in Paris präsentieren. Auch Panter schaut vorbei. "Die JEC in Paris ist für uns eine der wichtigsten internationalen Plattformen, um unsere Innovationen im Bereich Leichtbau und Verbundwerkstoffe sichtbar zu machen. Dass wir bereits zum dritten Mal teilnehmen, zeigt, welchen hohen Stellenwert die Messe für unsere strategische Entwicklung hat", betonte WFS-Geschäftsführer Thomas Horn.
Sächsische Exporte nach Frankreich sind gestiegen
2024 lieferten sächsische Unternehmen Waren im Wert von rund 2,7 Milliarden Euro nach Frankreich. Das war der höchste Wert seit gut 15 Jahren. Damit belegte das Nachbarland im Länder-Ranking den sechsten Platz. Die Exporte betrafen hauptsächlich Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus, Maschinenbaus, der Elektrotechnik sowie Luftfahrzeuge und Waren aus Kunststoffen. 2025 setzte sich die positive Entwicklung fort: Nach drei Quartalen lagen die Exporte nach Frankreich 13 Prozent über dem Vorjahresniveau, hieß es.