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SachsenQuote für Zahnärzte auf dem Land - Bewerbungen noch möglich

06.04.2026, 10:18 Uhr
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Mit der "Landzahnarztquote" will Sachsen junge Mediziner für eine Arbeit in ländlichen Regionen gewinnen. Für sie ist ein Zahnmedizinstudium außerhalb des Numerus Clausus möglich.

Dresden (dpa/sn) - Noch bis zum 15. April können sich Interessenten für ein Studium der Zahnmedizin im Rahmen der sächsischen "Landzahnarztquote" bewerben. Für das Wintersemester 2026/2027 stehen acht Studienplätze zur Verfügung, teilte das Gesundheitsministerium mit. Als Studienorte kommen Leipzig und Dresden in Betracht.

Acht Studienplätze werden ohne Numerus Clausus vergeben

"Mit der Landzahnarztquote schaffen wir erstmals die Möglichkeit, ein Zahnmedizinstudium in Sachsen außerhalb des Numerus Clausus aufzunehmen und stärken zugleich gezielt die Gesundheitsversorgung insbesondere im ländlichen Raum", erklärte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).

"Wir eröffnen damit engagierten jungen Menschen eine verlässliche Perspektive - verbunden mit der Chance, dort tätig zu sein, wo sie wirklich gebraucht werden. Interessierte ermutige ich, diese Chance zu nutzen und sich zu bewerben", betonte die Ministerin.

Absolventen müssen mindestens zehn Jahr in Sachsen arbeiten

Teilnehmer müssten sich verpflichten, nach Abschluss des Studiums ihre Vorbereitungszeit in Sachsen zu absolvieren oder unmittelbar eine Weiterbildung zur Fachzahnärztin oder zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie in Sachsen aufzunehmen, hieß es. Danach müssten sie für mindestens zehn Jahre als Zahnarzt oder Kieferorthopäde in Sachsen tätig sein.

Im Anschluss daran ist für mindestens 10 Jahre eine vertragszahnärztliche Tätigkeit im zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Bereich in einem unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebiet im Freistaat Sachsen auszuüben.

Zweistufiges Bewerbungsverfahren

Für Interessenten gilt ein zweistufiges Bewerbungsverfahren. In der ersten Runde wird die Eignung und Motivation anhand von Kriterien wie Abiturnote, vorherige Berufsausbildung oder Berufserfahrung und ehrenamtliche Tätigkeit erkundet. Die zweite Stufe besteht in einem Auswahlgespräch.

Mit der "Landzahnarztquote" will Sachsen seine Maßnahmen zur Sicherung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum erweitern. Ziel ist es, mehr Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden für die vertragszahnärztliche Versorgung auf dem Lande zu gewinnen. Ab dem Wintersemester 2026/2027 werden 8,1 Prozent der Studienplätze in der Zahnmedizin über diese Vorabquote vergeben.

Quelle: dpa

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