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SachsenLinke wollen "Rote Rathäuser" und zweistellig werden

07.04.2026, 14:23 Uhr
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Die Linke in Sachsen gibt sich kämpferisch und selbstbewusst. Der Zuwachs an Mitgliedern gilt als Beleg dafür, dass die Partei ihre Talsohle im Freistaat durchschritten hat.

Dresden (dpa/sn) - Die sächsischen Linken schöpfen aus dem starken Mitgliederzuwachs der vergangenen Monate neue Zuversicht. Nach einer Klausurtagung des Landesvorstandes mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten äußerte sich die Parteispitze angriffslustig. "Wir werden als geeinte, kämpferische und sozialistische Partei dafür sorgen, dass es in Sachsen wieder um die Menschen geht – nicht um die Konzerne", hieß es in einer Mitteilung.

"Rote Rathäuser" und stärkere Präsenz in den Kommunen

Man trete ein für Umverteilung von oben nach unten, soziale Sicherheit, gute Löhne, bezahlbare Mieten, eine solidarische Gesundheitsversorgung und einen Staat, der auf allen Ebenen funktioniert, hieß es weiter. Um ihre Ziele zu erreichen, möchten die Linken unter dem Schlagwort "Rote Rathäuser" ihre Präsenz in den Kommunen ausbauen. Der Fokus liegt besonders auf Leipzig, wo die Partei im Frühjahr 2027 Skadi Jennicke als Kandidatin für den Posten des Stadtoberhauptes ins Rennen schickt.

Linke strebt zur Landtagswahl 2029 zweistelliges Ergebnis an

"Im Superwahljahr 2029 wollen wir in allen Landkreisen und kreisfreien Städten wieder stark in den Kommunalvertretungen vertreten sein – dafür wollen wir die Zahl unserer kommunalen Mandate mehr als verdoppeln", teilte die Partei mit. Bei der Landtagswahl 2029 kämpfe man um Direktmandate in Leipzig, Dresden und Chemnitz. "Wir treten mit dem Anspruch an, in jedem Wahlkreis zweistellig zu werden und Verantwortung für ein solidarisches, antifaschistisches Sachsen zu übernehmen."

Bei der Landtagswahl 2024 hatten die Linken mit einem Zweitstimmenergebnis von nur 4,5 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis eingefahren. Da sie aber in Leipzig zwei Direktmandate holten, konnten sie dennoch als Fraktion in das Parlament einziehen. Zuletzt erlebte die Partei einen starken personellen Zuwachs. Mit gut 11.300 Mitgliedern ist sie inzwischen wieder die größte Partei im Freistaat. 2025 wuchs die Partei nach eigenen Angaben um mehr als 4.400 Mitglieder.

Quelle: dpa

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