SachsenMesse in Leipzig rückt Bio-Trends in den Fokus

Öko-Lebensmittel sorgen bei Verbrauchern für wachsenden Appetit. Auf der Messe BioOst in Leipzig sollen schmackhafte Produkte am Wochenende präsentiert werden.
Leipzig (dpa/sn) - Das Geschäft mit Bioprodukten blüht. An diesem Wochenende will die regionale Messe BioOst in Leipzig neue Produkte und Dienstleistungen für den Bio-Fachhandel, Einzelhandel und die Gastronomie vorstellen. Am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) präsentieren sich 16 Aussteller gemeinsam. Erstmals findet die Messe an zwei Tagen statt und öffnet ihre Türen auch für Verbraucher, teilte die WFS mit.
Viele Betriebe haben sich auf Nachfrage nach Bio eingestellt
Nach den Worten von Agrarminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) ist das Angebot an Bio-Erzeugnissen ein zunehmend wichtiger Baustein in der sächsischen Land- und Ernährungswirtschaft. "Die sächsischen Öko-Erzeugerbetriebe haben sich auf das anhaltende Wachstum des Bio-Markts eingestellt und gleichzeitig die Wertschöpfung im eigenen Unternehmen durch mehr hofnahe Verarbeitung erhöht."
Hersteller können direkt mit Verbrauchern in Kontakt kommen
WFS-Chef Thomas Horn lobte die Öffnung der Fachmesse für Verbraucher. Die Aussteller hätten so die Möglichkeit, den direkt mit den Kunden in Kontakt zu kommen und persönliches Feedback zu ihren Produkten und Dienstleistungen einzuholen. "Ein wachsender Bio-Lebensmittelmarkt zeigt, dass das Potenzial nach wie vor groß ist, um sich weitere Märkte zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen, für die "bio" und "regional" zentrale Kaufkriterien sind."
Ökologischer Landbau in Sachsen auf Wachstumskurs
Laut WFS ist der ökologische Landbau in Sachsen weiter auf Wachstumskurs. Im Jahr 2025 nahm die Öko-Fläche im Freistaat um 2.873 Hektar im Vergleich zum Vorjahr zu. Auf über 92.000 Hektar wurde ökologisch gewirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 10,3 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Freistaat. Die Zahl der Bio-Erzeugerbetriebe stieg auf 936 an. Dabei verarbeiten immer mehr hofeigene Erzeugnisse in ihren Betrieben selbst.