SachsenFernsehturm-Comeback: Dresdner Stadtrat gibt Millionen frei

Seit 1991 ist der Fernsehturm geschlossen. Nun stellt der Dresdner Stadtrat rund 7,9 Millionen Euro für die Wiederbelebung des Wahrzeichens bereit. Was damit geplant ist.
Dresden (dpa/sn) - Die Stadt Dresden wird rund 7,9 Millionen Euro für die Revitalisierung des Fernsehturms und des umliegenden Areals beisteuern. Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag entschieden. Der Fernsehturm, zu DDR-Zeiten ein beliebtes Ausflugsziel mit Café und Aussichtsplattformen, ist seit 35 Jahren für Besucher geschlossen.
Das Geld der Stadt ist Voraussetzung dafür, dass insgesamt 25,6 Millionen Euro unter anderem in die Sanierung des Turms fließen können, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Die Hälfte des Geldes soll aus Fördermitteln des Bundes kommen, der Rest aus Mitteln des Freistaats und des städtischen Haushalts, wie aus der entsprechenden Beschlussvorlage hervorgeht.
Turm unter Denkmalschutz
Der Dresdner Fernsehturm wurde in den 60er Jahren gebaut und steht unter Denkmalschutz. Er besaß auf 145 Metern Höhe ein Restaurant und darüber eine freie Aussichtsplattform. Das Gebäude ist seit 1991 für die Öffentlichkeit geschlossen. Bis dahin hatten nach Angaben der Stadt jährlich rund 200.000 Besucherinnen und Besucher die Aussichtsplattform des rund 250 Meter hohen Turms besucht.
Ziel des Vorhabens ist eine öffentliche Nutzung des Wahrzeichens. Ein Betreiber ist bereits gefunden. Er will den Turm künftig zu einer Erlebniswelt machen und dafür mit digitaler Technik aufrüsten.
Wiedereröffnung 2030?
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hatte zuletzt erklärt, er halte eine Rückkehr zum Besucherbetrieb auf dem Fernsehturm im Jahr 2030 für denkbar. Der Großteil des städtischen Geldes - rund 5,1 Millionen Euro - fließt in die Revitalisierung des Turms selbst. Weitere rund zwei Millionen sind unter anderem für einen Parkplatz und neue Wege vorgesehen, wie die Stadt auf Anfrage mitteilte.