SachsenTuberkulose-Fälle in zwei Schulen in Dresden

In zwei Dresdner Schulen sind ansteckende Tuberkulose-Erkrankungen aufgetreten. Was das Gesundheitsamt jetzt unternimmt.
Dresden (dpa/sn) - In zwei Schulen in Dresden sind bei zwei Menschen ansteckende Tuberkulose-Erkrankungen nachgewiesen worden. Nun würden alle Kontaktpersonen im schulischen Umfeld vorsorglich getestet, teilte das städtische Gesundheitsamt mit. Die Erkrankten seien isoliert worden und befänden sich in medizinischer Behandlung. Tuberkulose sei prinzipiell eine schwer übertragbare Krankheit.
Wenn ein erster Test negativ ausgefallen sei, sei bei Kindern und Jugendlichen nach acht bis zwölf Wochen ein zweiter Test nötig. Erst danach könne sicher ausgeschlossen werden, dass sich jemand angesteckt habe.
Nicht jede Ansteckung führt zu einem Ausbruch der Krankheit
Die Infektion wird durch Bakterien verursacht und betrifft meist die Lunge. Die Ansteckung erfolgt über die Luft, wenn beim Husten oder Sprechen Tröpfchen mit dem Erreger eingeatmet werden. Nicht jede Ansteckung führt auch zu einem Ausbruch der Krankheit. Mit einer medizinischen Behandlung können die meisten Erkrankten geheilt werden.
In Deutschland ist Tuberkulose selten. Laut Dresdner Gesundheitsamt wurde voriges Jahr bei 39 Menschen in der Landeshauptstadt eine Erkrankung festgestellt. 2024 waren es 34 Betroffene.
Weltweit eine der zehn häufigsten Todesursachen
Weltweit gehört Tuberkulose dagegen zu den zehn häufigsten Todesursachen. Laut TB-Jahresbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben im vergangenen Jahr 1,23 Millionen Menschen an der bakteriellen Krankheit. Ohne Therapie stirbt nach Angaben der WHO fast die Hälfte der Infizierten.