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ThüringenAusfälle bei Bussen und Straßenbahnen

27.02.2026, 12:12 Uhr
Erfurt-ist-vom-Warnstreik-im-Nahverkehr-massiv-betroffen

Bis Sonntagmorgen läuft in einigen Regionen Thüringens wenig oder nichts im Nahverkehr. Grund ist ein zweitägiger Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi im laufenden Tarifstreit aufgerufen hat.

Erfurt/Jena (dpa/th) - Im festgefahrenen Tarifkonflikt des öffentlichen Nahverkehrs ist in Teilen Thüringens am Freitag ein zweitägiger Warnstreik mit teils beträchtlichen Einschränkungen für Bus- und Straßenbahnpassagiere angelaufen. In Erfurt und Gera etwa haben die Verkehrsunternehmen die vollständige Einstellung des Nahverkehrs am Freitag und Samstag angekündigt. In Jena und im Saale-Holzland-Kreis wurde auf ausgewählten Linien ein begrenzter Notverkehr eingerichtet.

Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte in acht kommunalen Verkehrsunternehmen zum Warnstreik aufgerufen, unter anderem in Gera, Nordhausen, Gotha, im Unstrut-Hainich-Kreis und im Kyffhäuserkreis. An einer Demonstration in Erfurt beteiligten sich nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers etwa 500 Beschäftigte.

Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen - etwa eine kürzere Wochenarbeitszeit und längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. Die Warnstreiks in Thüringen sind Teil bundesweiter Streikaktionen im Nahverkehr.

Nächste Verhandlungsrunde am 2. März

Nicht in allen Betrieben, in denen zum Streik aufgerufen worden, kam es zu nennenswerten Ausfällen. So fuhren etwa in Gotha die Busse und Straßenbahn, einschließlich der Thüringer Waldbahn fahrplanmäßig, wie eine Sprecherin des Landkreises mitteilte. Dort sei Reservepersonal für streikende Gewerkschaftsmitglieder gewonnen worden. Nicht vom Streik betroffen war etwa auch das Weimarer Land.

Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und Arbeitgebern sollen in Thüringen am Montag (2. März) fortgesetzt werden. Es ist die dritte Verhandlungsrunde im laufenden Tarifkonflikt, die ersten beiden waren ohne Einigung geblieben.

Quelle: dpa

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