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Thüringen Corona-Inzidenz geht weiter zurück, aber durchmischtes Bild

Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

(Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Zum Ende des langen Pfingstwochenendes schafft es Thüringen als letztes Bundesland unter den Corona-Grenzwert 100. In einige Kommunen ist die Bundesnotbremse derweil schon weggefallen und ein Entwurf für neue Corona-Regeln des Landes sieht schon weitere Lockerungen vor.

Erfurt (dpa/th) - In sieben Thüringer Landkreisen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag nach Pfingsten noch über dem Wert von 100. In drei Kreisen war die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage besonders hoch: Hildburghausen mit rund 174, Sonneberg mit rund 165 und Gotha mit rund 160. Das ging am Dienstag aus Angaben der Staatskanzlei unter Berufung auf Daten des Robert Koch-Instituts hervor.

Die Staatskanzlei verwies allerdings darauf, dass für einige Kommunen noch Nachmeldungen von Corona-Fällen zu erwarten seien. Gerade über Wochenenden und Feiertage kann es zu Verzögerungen bei der Datenübermittlung der Gesundheitsämter an das RKI kommen.

Für Kommunen ist es entscheidend, ob sie mehrere Werktage am Stück die Inzidenz von 100 unterschreiten, weil dann die Bundesnotbremse nicht mehr zieht und Corona-Maßnahmen gelockert werden können. Es gelten dann aber immer noch die Landesregeln zur Eindämmung der Pandemie. Für einige Kommunen war das etwa schon über der Pfingsten der Fall: In Weimar, Erfurt, Jena, Gera und dem Eichsfeldkreis durften Gastronomen etwa unter Auflagen in ihren Außenbereichen Gäste bewirten.

Für ganz Thüringen sank die Inzidenz demnach weiter deutlich auf rund 87. Erst am Pfingstmontag war der wichtige Wert zur Beurteilung des Pandemiegeschehens im Freistaat als letztes Bundesland mit knapp 97 unter die 100-Grenze gefallen. Dennoch war auch am Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz in keinem anderen Bundesland höher als in Thüringen. Deutschlandweit lag der Wert laut RKI bei 58.

Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat 4148 Menschen gestorben, bei denen das Virus nachgewiesen wurde.

© dpa-infocom, dpa:210524-99-720955/4

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