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ThüringenEntspannung bei Grippe - deutlicher Rückgang der Fälle

06.03.2026, 15:37 Uhr
Mehr-als-11-500-Virusgrippefaelle-wurden-seit-Oktober-in-Thueringen-gemeldet-Symbolfoto

Seit etwa Mitte Februar ist der Höhepunkt der Grippewelle überschritten, wöchentlich werden jetzt sinkende Erkrankungszahlen gemeldet. Andere Atemwegsviren sorgen weiter für volle Arztpraxen.

Erfurt (dpa/th) - Die Grippe-Situation hat sich in Thüringen deutlich entspannt. Der seit Mitte Februar anhaltende Rückgang der Zahl der Erkrankungen setzt sich weiter fort. In der letzten Februarwoche wurden 525 neue Fälle an die Gesundheitsbehörden gemeldet, wie das Thüringer Gesundheitsministerium mitteilte. Seit Saisonbeginn im Oktober waren es insgesamt 11.583. Damit zeichnet sich eine insgesamt nicht ganz so heftige Saisonbilanz ab wie 2024/25, als in Thüringen mehr als 18.600 Grippefälle gezählt wurden. Leicht verläuft die aktuelle Grippesaison aber auch nicht.

Unmittelbar an einer Virusgrippe (Influenza) starben mindestens 50 Menschen. Bei neun weiteren erfassten Todesfällen im Grippe-Kontext hatten die Patienten parallel an einer anderen Erkrankung gelitten, die zum Tod führte. Alle Betroffenen waren zwischen 50 und über 80 Jahre alt. Rund 1.900 Menschen mussten mit Influenza stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Vor allem kleine Kinder bis zu vier Jahren sind im bisherigen Saisonverlauf an Grippe erkrankt. Auch Jungen und Mädchen im Alter zwischen fünf und neun Jahren waren relativ häufig betroffen.

Bei den Zahlen ist von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen. Wegen der meist eindeutigen klinischen Symptome veranlassen Ärzte nicht immer eine für den direkten Nachweis von Grippeviren notwendige Labordiagnostik.

Auch RS-Virus weiter unterwegs

Trotz rückläufiger Grippezahlen sind die Wartezimmer von Arztpraxen derzeit immer noch gut mit Patienten gefüllt, die an Atemwegserkrankungen leiden. Das liegt vor allem an RSV-Erkrankungen, also Atemwegsinfektionen durch das Respiratorische Synzytial-Virus. Hier wurden in der letzten Februarwoche 301 Fälle gemeldet, im gesamten Saisonverlauf erkrankten 1.567 Menschen. Auch von diesem Virus sind Kinder am häufigsten betroffen. Doch auch Erwachsene können erkranken. An RSV gestorben sind zwei Menschen im Alter von 86 und 98 Jahren.

Quelle: dpa

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