ThüringenKanzler der Bauhaus-Universität Weimar abgewählt

Entscheidungen an der Spitze der Bauhaus-Universität: Nach mehr als zehn Jahren endet die Amtszeit von Horst Henrici als Kanzler. Auch über die Zukunft des Präsidenten wurde abgestimmt.
Weimar (dpa/th) - Der Kanzler der Bauhaus-Universität Weimar ist abgewählt worden. Die Universitätsversammlung stimmte der Abwahl von Horst Henrici mit der erforderlichen Mehrheit zu, wie die Hochschule mitteilte. Über das Abwahlverfahren hatten andere Medien zuvor berichtet.
Nach Angaben der Universität wurden Ende Mai in einer Senatssitzung Anträge zur Einleitung von Abwahlverfahren gegen den Kanzler und den Präsidenten beschlossen. Hintergrund sei die angespannte finanzielle Situation der Universität. Seit 2025 zeichnet sich demnach ein Haushaltsdefizit ab.
Zur Beurteilung der finanziellen Lage der Universität wurden den Angaben nach zwei externe Sachverständige beauftragt, die finanzielle Entwicklung von 2016 bis 2025 zu analysieren. Der Bericht der externen Sachverständigen bestätigte demnach die schwierige finanzielle Lage der Hochschule. Diese habe sich aufgrund mehrerer Faktoren über Jahre summiert.
"Mit der heutigen Entscheidung endet eine mehr als elfjährige Amtszeit als Kanzler der Bauhaus-Universität Weimar", sagte Präsident Peter Benz laut Mitteilung. Er dankte Henrici für seinen langjährigen Einsatz. "Die Bauhaus-Universität Weimar war für mich über viele Jahre weit mehr als ein Arbeitsplatz", wurde Henrici zitiert. Seit Januar 2015 war er demnach Kanzler der Bauhaus-Universität Weimar. Die Amtszeit ende nun mit Ablauf des heutigen Tags.
Laut Universität wird das Amt des Kanzlers öffentlich ausgeschrieben. In der Zwischenzeit werde es eine Interimslösung unter Leitung des Vizepräsidenten Guido Morgenthal geben.
Benz bleibt Präsident
In der Versammlung wurde zudem über Benz' Abwahl als Präsident der Universität beraten. Diese erreichte demnach jedoch nicht die erforderliche Mehrheit und Benz bleibt im Amt. Seine Amtszeit geht demnach regulär bis 2029. "Ich bin erleichtert und dankbar über das Votum der Universitätsversammlung", wurde Benz zitiert. Zugleich verstehe er das Ergebnis als Auftrag.