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Thüringen Land unterstützt Ausbildungsbetrieben in Corona-Krise

Euro-Banknoten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Erfurt (dpa/th) - Das Land greift Betrieben in Kurzarbeit, die Lehrlinge ausbilden, finanziell unter die Arme. Sie sollen einen Ausbildungszuschuss aus Landesmitteln zur Überbrückung der ersten sechs Wochen bis zur Zahlung des Kurzarbeitergeldes an die Azubis erhalten, wie Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Montag mitteilte. Damit solle die pandemiebedingte Kündigung von Lehrlingen vermieden werden. Laut Ministerium müssen die Betriebe in Kurzarbeit Auszubildenden anders als bei ausgelernten Beschäftigten zunächst sechs Wochen lang noch die volle Vergütung zahlen, bevor sie Kurzarbeitergeld erhalten.

Dies sei vor allem für kleine Betriebe in der derzeitigen Krise eine zusätzliche Belastung. Vor allem im Tourismus, im Handel und bei kaufmännischen Dienstleistungen überlegten deshalb viele Betriebe, ihren Auszubildenden zu kündigen. Schätzungsweise mehr als 3000 Lehrlinge könnten davon betroffen sein. In Thüringen sind wegen der Pandemie derzeit die meisten Geschäfte, Restaurants und Hotels geschlossen. Durch den Zuschuss können die Unternehmen laut Ministerium 80 Prozent der Ausbildungsvergütung zurückerhalten, die sie ihren Lehrlingen nach der behördlich angeordneten Schließung gezahlt haben.

Das Ministerium rechnet mit rund drei Millionen Euro, die das Land für den Zuschuss insgesamt aufbringen muss. Anträge können die Betriebe bei Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern stellen. Ab Mai soll der Zuschuss ausgezahlt werden.

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