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ThüringenNeue Struktur im zweiten Bildungsweg

13.03.2026, 13:00 Uhr
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Das Aus des Thüringenkollegs in Weimar sorgt für Kritik. Nun sollen Kollegiaten ihr Abitur an beruflichen Gymnasien machen können. Die oppositionelle AfD findet das Konzept nachvollziehbar.

Weimar/Erfurt (dpa/th) - Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (CDU) will das Thüringenkolleg an berufliche Gymnasien angliedern. Eine entsprechende Neustrukturierung habe Tischner im Bildungsausschuss des Landtags vorgestellt, teilte sein Ministerium mit. "Das Kolleg bleibt als Schulart erhalten – mit vollem elternunabhängigem Bafög-Anspruch und einem breiten Fächerangebot", heißt es in einer Mitteilung des Bildungsministeriums.

Zuletzt nur wenige Absolventen

Am Thüringenkolleg in Weimar können Erwachsene bislang innerhalb von drei Jahren auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur ablegen. Nun steht die Einrichtung aber vor dem Aus, was bei der oppositionellen Linken und teils auch in den Reihen der CDU für Kritik sorgte.

Grund für das Aus sind laut Ministerium hohe Kosten bei zugleich eher niedrigen Absolventenzahlen. Die jährlichen Kosten beliefen sich den Angaben nach auf rund eine Million Euro. Im vergangenen Schuljahr gab es 25 Absolventen. Ab dem kommenden Schuljahr sollen keine neuen Bewerber mehr aufgenommen werden. Alle bisherigen Schüler sollen aber noch planmäßig ihren Abschluss machen können.

Neue Struktur ab 2027/2028

Vorbild für die neue von Tischner vorgestellte Struktur sei das Saarland-Kolleg, hieß es nun. "Die Kollegiaten bleiben Schüler des Kollegs mit eigenem Bildungsgang nach der Kollegordnung und eigenen Aufnahmevoraussetzungen. Gleichzeitig nutzen sie die breit aufgestellte Kurs- und Personalinfrastruktur der beruflichen Gymnasien, ohne dass parallel eigene Strukturen für den Bildungsgang des Kollegs vorgehalten werden müssen", teilte das Ministerium mit. Die neue Struktur soll demnach ab dem Schuljahr 2027/28 starten.

Der bildungspolitische Sprecher der oppositionellen AfD-Fraktion, Denny Jankowski, nannte das neue Konzept "nachvollziehbar". Man wolle kritisch beobachten, wie das umgesetzt werde, sagte er. "Uns ist es wichtig, dass dieser zweite Bildungsweg erhalten bleibt." Die Landesregierung habe einen gangbaren Weg aufgezeigt.

Quelle: dpa

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