ThüringenRegelungen für Kinderschutz an Sportgymnasien

Die meisten Spitzensportler aus Thüringen haben ein Sportgymnasium besucht. Die Gymnasien kombinieren Leistungssport und schulische Ausbildung.
Erfurt (dpa/th) - Die Thüringer Sportgymnasien sollen den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor körperlicher, verbaler und psychischer Gewalt verstärken. An diesen Spezialgymnasien vertretene Sportfachverbände müssen dazu eigene Kinderschutzbeauftragte ernennen, wie das Bildungsministerium mitteilte. Trainer sind zu Fortbildungen zu den Themen Gewalt und sexualisierte Gewalt verpflichtet. Für den Umgang mit derartigen Vorfällen seien klare Meldewege und Zuständigkeiten festgelegt. Geregelt werde dies in einer novellierten Vereinbarung zwischen Ministerium und Landessportbund.
ln Thüringen gibt es Sportgymnasien in Jena, Erfurt und Oberhof. Hier erhalten sportlich talentierte Schüler eine leistungssportliche Ausbildung und können gleichzeitig den Regelschulabschluss oder das Abitur erwerben. Viele international erfolgreiche Thüringer Sportler wie Biathleten und Rodler haben an einem Sportgymnasium gelernt. Die Sportgymnasien sind aus dem Sportschulsystem der DDR hervorgegangen, das viele Sieger und Medaillengewinner bei internationalen Meisterschaften hervorgebracht hatte.
Seit 2011 regelt eine Vereinbarung zwischen Land und LSB die Abstimmung zwischen schulischer Bildung und leistungssportlicher Ausbildung an diesen Gymnasien und die Finanzierung des Trainereinsatzes.