ThüringenTransformationsnetzwerk für Thüringens Autoindustrie geplant

Thüringens Automobilindustrie, viele Jahre die umsatzstärkste Industriebranche, hat große Probleme. Ihr Strukturwandel ist hart und langwierig - zeigte ein Branchendialog in Erfurt.
Erfurt (dpa/th) - Thüringen bleibt trotz Standortschließungen und einzelnen Pleiten nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) ein starker Standort der Automobilindustrie. Der Strukturwandel, der mit dem Trend zur Elektromobilität verbunden sei, werde vom Land weiter unterstützt, kündigte sie nach einem Branchendialog zur Situation der Automobilindustrie in Erfurt an.
Im vergangenen Jahr war deren Umsatz nach Zahlen des Statistischen Landesamts um knapp elf Prozent gesunken. Die Branche ist vor allem durch Zulieferer geprägt.
Ziel sei es, zukunftsfähige Arbeitsplätze in Thüringer Zulieferbetrieben zu sichern oder neu zu schaffen, erklärte die Ministerin. Vereinbart worden sei bei dem Branchendialog, den Bürokratieabbau für die Unternehmen voranzubringen. Dazu sei im Mai ein Treffen mit der Industrie- und Handelskammer Südthüringen, dem Wirtschaftsministerium und der Staatskanzlei geplant.
Neue Geschäftsmodelle und Innovationen sollen stärker auch durch die Branchenvereinigung automotive thüringen e. V. publik gemacht werden. Geplant sei ein Transformationsnetzwerk für die Branche - als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen.