ThüringenVerfahren gegen mutmaßlichen syrischen Kämpfer startet

Vor dem Oberlandesgericht in Thüringen muss sich ein Mann verantworten, der einer bewaffneten Gruppe im syrischen Bürgerkrieg angehört haben soll. Der Prozess startet im April.
Erfurt (dpa/th) - Am Thüringer Oberlandesgericht startet im April ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied einer bewaffneten Gruppierung, die sich am Bürgerkrieg in Syrien beteiligt haben soll. Der Angeklagte sei hinreichend verdächtig, sich als Mitglied einer terroristischen Vereinigung im Ausland betätigt zu haben, hieß es in einer Mitteilung des Oberlandesgerichts.
Demnach soll er sich ab September 2014 in Syrien der bewaffneten Vereinigung "Katibat Abu Bakr al-Siddiq" angeschlossen haben, die sich zuvor aus ehemaligen Angehörigen der syrischen Armee gebildet hatte. Diese Vereinigung soll sich am Bürgerkrieg in Syrien mit Waffengewalt und Sprengstoffanschlägen beteiligt haben. Der Angeklagte soll als Kämpfer und Fahrer für die Vereinigung tätig gewesen sein und dafür Sold erhalten haben. Die Thüringer Generalstaatsanwaltschaft hatte im Juni 2025 Anklage gegen den aus Syrien stammenden Mann erhoben.
Der Prozess soll am 9. April starten, zunächst wurden vier weitere Prozesstermine bis Mitte Mai festgesetzt.