ThüringenWo es flächenmäßig viel und wenig blitzt in Thüringen

Suhl führt das Blitz-Ranking im Bundesland an, doch insgesamt gab es 2025 überraschend wenig Blitze. Die Fachleute haben eine Erklärung für die Daten.
Erfurt (dpa/th) - In Suhl sind im vergangenen Jahr mehr Blitzeinschläge pro Quadratkilometer gezählt worden als in anderen Städten oder Landkreisen in Thüringen. Die sogenannte Blitzdichte lag rechnerisch bei 0,48 Blitzen pro Quadratkilometer, wie aus Daten des Informationsdiensts Aldis/Blids hervorgeht. Am niedrigsten fiel der Wert mit 0,14 im Kyffhäuserkreis aus, so die Ergebnisse des Sensornetzwerks der in Österreich ansässigen Fachleute.
Bei den Städten hatte Gera die geringste Blitzdichte mit 0,21. Die höchste Blitzdichte unter den Landkreisen wurde mit 0,37 im Landkreis Greiz gemessen. Bundesweiter Spitzenreiter war mit 1,23 Blitzen pro Quadratkilometer übrigens Kaufbeuren im bayerischen Allgäu. Die auf die Fläche bezogenen wenigsten Blitze wurden hingegen in Kiel bei einer Blitzdichte von 0,05 gemessen.
Blitzarmes Jahr 2025
Insgesamt hat es im vergangenen Jahr in Thüringen deutlich weniger geblitzt als im Jahr zuvor. 4.407 Erdblitze zählten die Fachleute und damit einige Tausend weniger als im Jahr davor. 2025 war auch bundesweit vergleichsweise blitzarm. Ein Grund könnte laut den Experten sein, dass es von Mai bis September relativ trocken war. Dabei sind feuchte und energiereiche Luftmassen eine der zentralen Voraussetzungen für Blitz und Donner.
Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der genutzten Statistik zählen nur Erdblitze – also Einschläge und keine Entladungen in den Wolken – und jeder Blitz nur einmal. Dafür greift der Informationsdienst auf Aufzeichnungen von mehr als 170 Messstationen in Europa mit aktuellen Blitzdaten zurück.