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Lohnend auch ohne Heideblüte Winter in der Lüneburger Heide

Ein Spaziergang durch den Garten des Heidekastells Iserhatsche in Bispingen genügt, und Urlauber sind ganz nebenbei ein wenig weiser geworden.

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Das Heidekastell Iserhatsche in Bispingen ist für Besucher der Lüneburger Heide auch im Winter ein Ausflugsziel.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Schwarz auf Weiß finden sich überall an den Balken der Gartenpergola Sinnsprüche wie "Ein Urteil lässt sich widerlegen, ein Vorurteil nie" oder "Willst Du es, kannst Du es". Der Iserhatsche-Besitzer Uwe Schulz-Ebschbach nennt sein Anwesen das "Neuschwanstein des Nordens". Er hat mit tausenden Details eine Märchenwelt geschaffen. Die Iserhatsche ist aber nur eine Möglichkeit, in der Lüneburger Heide in eine andere Welt einzutauchen.

Auch regnerische Tage lassen sich füllen

Längst hat die Region im Städtedreieck Hamburg - Hannover - Bremen ihre Saison über die Heideblüte im Hochsommer hinaus ausgedehnt. Ein Fünftel der rund fünf Millionen Übernachtungen pro Jahr fällt in die Monate von November bis Februar. Selbst in einem eher regnerischen Monat ließen sich "drei bis vier Tage locker füllen", verspricht Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Lüneburger Heide.

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Badespaß gibt es im Center Parc Bispingen auch an kalten und eher ungemütlichen Tagen.

Lüneburg und Celle zum Beispiel lohnen einen Abstecher: Beide verfügen über eine reizvolle Altstadt. Bispingen oder Soltau sind weitere gute Ausgangspunkte, um die Winterattraktionen der Region schnell zu erreichen. Die Welt der Alpen erwartet Skibegeisterte im Snow Dome bei Bispingen, einer Indoor-Skihalle mit einer 300-Meter-Abfahrt. Direkt daneben befindet sich die Ralf Schumacher Kartbahn. Für die ganze Familie bieten die Badeparadiese im Center Parc Bispingen und im Südseecamp in Wietzendorf Palmenflair und Wasserspaß.

Abstecher zu Wildparks

In die Tierwelt geht es bei Abstechern zu den Wildparks der Region - zu Hirsch, Wolf und Bär. Dazu bietet sich zum einen der Wildpark Lüneburger Heide in Nindorf-Hanstedt an. Ähnlich ruhig ist es in der kalten Jahreszeit auch weiter nördlich im Wildpark Schwarze Berge in Rosengarten, wo Hängebauchschweine den Gästen um die Füße schnüffeln. Besonderes sehenswert ist hier das neue, naturbelassene Bärengehege. Wer sich warm einpackt, genießt einen Spaziergang durch die erdig riechenden Wälder - zum Beispiel dem direkt bei Soltau gelegenen Böhmewald.

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Vom Aussichtsturm im Wildpark Schwarze Berge fällt der Blick über die Landschaft südlich von Hamburg.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Kindheitserinnerungen weckt die Welt der Spiele: Im Spielzeugmuseum Soltau entdecken Besucher all das, womit sich Kinder in den vergangenen vier Jahrhunderten beschäftigt haben. Das meterhohe Puppenhaus Dingley Hall von 1875, schelmisch dreinblickende Puppen aus der Steiff-Kollektion, Teddybären, Puppenstuben, Eisenbahnen - auf den 600 Quadratmetern an der Soltauer Rathauskreuzung ist jeder Raum eine neue Entdeckung.

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Bei guten Schneeverhältnissen kann auch gerodelt werden - der Brunsberg bei Buchholz in der Nordheide bietet sich dafür besonders an.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Abwechslung für trübe Tage bieten auch zwei Thermal-Badelandschaften in der Lüneburger Heide: im Kurort Bad Bevensen und in Soltau. Die Jod-Sole-Therme am Ostrand der Heide und die Soltau Therme in der Mitte der Region warten mit einem umfangreichen Angebot rund um Wellness, Sauna und Schwimmen auf.

Informationen

Lüneburger Heide GmbH, Wallstraße 4, 21335 Lüneburg; Telefon: 0700/20 99 30 99, E-Mail: info@lueneburger-heide.de.

Quelle: n-tv.de, dpa

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