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Was lohnt sich wirklich? 5 Energiespar-Mythen, auf die fast jeder reinfällt

02.12.2025, 12:47 Uhr
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Energiesparen ist immer eine gute Idee – aber welche Spar-Mythen stimmen nicht? (Foto: istockphoto.com)

Der Winter ist da – und vor allem in der dunklen Jahreszeit wird das Thema Energiesparen für viele Menschen wieder besonders relevant. Wir klären, welche Spar-Mythen nicht stimmen.

Egal ob aufgedrehte Heizung oder Stromverbrauch durch Beleuchtung und weniger Aktivität im Freien: Im Herbst und Winter wird häufig spürbar mehr Energie verbraucht als im Sommer. Entsprechend wird das Energiesparen vor allem in der dunklen Jahreszeit wichtiger. Allerdings stimmen nicht alle Aussagen, die man über das Sparen hört. Vor allem, was technische Helferlein angeht, gehören viele Aussagen mittlerweile eher in das Reich der Mythen. Auf diese fünf Aussagen fällt fast jeder rein – obwohl sie nicht stimmen.

Mythos 1: "Nachts oder tagsüber die Heizung komplett ausdrehen spart besonders viel"

Falsch! Wird die Heizung in der Heizsaison regelmäßig ganz ausgeschaltet, kühlen Wände und Bauteile von Haus und Wohnung stark aus. Die Erwärmung am nächsten Morgen benötigt dann unter Umständen mehr Energie, weil die gesamte Gebäudemasse wieder aufgeheizt werden muss. Energieberatungen empfehlen daher eher eine moderate Nachtabsenkung anstelle radikalen Ausschaltens.

Hinzu kommt das Thema Feuchtigkeit: In schlecht gedämmten Gebäuden können kalte Oberflächen dazu führen, dass Luftfeuchtigkeit kondensiert und Schimmel somit begünstigt wird. Verbraucherzentralen raten deshalb in Wohn- und Schlafräumen tagsüber sowie nachts zu Mindesttemperaturen um die 16 Grad Celsius, um Bauschäden und Gesundheitsrisiken langfristig zu vermeiden.

Smarte Heizkörper-Thermostate von Tado bei Tink

Um die Temperatur in Räumen konstant zu halten, eignen sich smarte Heizkörper-Thermostate wie diese Variante von Tado. Die Geräte erfassen selbstständig die Temperatur, lassen sich automatisieren, fernsteuern und problemlos an jedem Heizkörper nachrüsten.

Die Details:

  • Lieferumfang: 2x Tado-X-Heizkörperthermostat, Tado-Bridge, Tado-Funktemperatursensor

  • Smart-Features: u. a. App-Steuerung, Zeitpläne, Fenster-Offen-Erkennung

  • Energieversorgung: abnehmbarer und wiederaufladbarer Akku

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Mythos 2: "Smarte Thermostate lohnen sich nur im Neubau mit moderner Heizung"

Auch dieser Mythos stimmt nicht. Denn: Heizenergie ist in den meisten Haushalten der größte Einzelposten im Energieverbrauch. Laut verschiedenen Beratungsstellen gilt die Faustregel: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart im Mittel rund sechs Prozent Heizenergie – unabhängig davon, ob es sich um Alt- oder Neubau handelt.

Experten weisen außerdem darauf hin, dass Thermostate – manuell oder programmierbar – zentrale Energiesparhelfer sind. Programmierbare und smarte Varianten lassen sich einfach auf vorhandene Heizkörperventile schrauben, messen die Raumtemperatur und regeln das Ventil automatisch nach Zeitplan. So werden Räume nur dann auf Komforttemperatur gebracht, wenn sie tatsächlich genutzt werden, ohne dauernd manuell die Drehknöpfe bedienen zu müssen. Grundsätzlich gilt also eher: Insbesondere bei älteren Heizungen ohne Raum-Thermostat lohnt sich das Nachrüsten der smarten Geräte besonders.

Smarte Hama-Heizkörperthermostate für 55 Euro bei Media Markt

Wer bei smarten Heizkörper-Thermostaten eher günstiger nachrüsten möchte, ohne dabei auf alle wichtigen Funktionen zu verzichten, findet bei Media Markt derzeit zwei Thermostate samt Zentrale von Hama für nur rund 55 Euro. Die Geräte beherrschen dabei die vollautomatische Steuerung der Heizung und können per App aus der Ferne bedient werden.

Die Details:

  • Lieferumfang: 2x Hama-Heizkörperthermostat, Hama-Bridge

  • Smart-Features: u. a. App-Steuerung, Zeitpläne, Fenster-Offen-Erkennung

  • Energieversorgung: 2x AA-Batterien

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Mythos 3: "Smarte Steckdosen mit Strommessung sind nur nutzlose Spielerei"

Auch hier gilt: Das stimmt nicht – zumindest dann, wenn man seinen Stromverbrauch transparent machen möchte. Um effektiv Strom zu sparen, reicht es nicht, einzelne Geräte nach Gefühl abzuschalten. Energieberatungen betonen, dass zunächst klar sein muss, welche Geräte tatsächlich wie viel verbrauchen. Dafür könne sich zum Beispiel klassische Strommessgeräte eignen, die einfach zwischen Steckdose und Gerät gesteckt werden. Ziel ist dabei, versteckte Stromfresser sichtbar zu machen.

Moderne Energiemessung läuft dabei oft über einen smarten Zwischenstecker mit integrierter Messfunktion: Diese per Display oder App aktuelle Leistung, Tages- und Jahresverbrauch und helfen, Dauerläufer und Stand-by-Verbräuche gezielt zu identifizieren. Energieversorger und Ratgeberseiten empfehlen diese Art von Monitoring explizit als ersten Schritt, um Einsparmaßnahmen sinnvoll zu planen – statt pauschal überall Stecker zu ziehen.

Smarter WLAN-Stecker von Hama bei Media Markt

Wer mit smarten Steckdosen einsteigen möchte, findet bei Media Markt eine kompakte Variante von Hama, die direkt im WLAN funktioniert und smarte Steuerung mit praktischer Stommessung verbindet. Der einzelne Stecker kostet hier 9,99 Euro – perfekt um einzelne Verbraucher zu messen oder smart an- und auszuschalten.

Die Details:

  • Smarte Steckdose mit Strommessung und App-Steuerung

  • Direkte W-LAN-Verbindung ohne Bridge

  • Kompatibel mit Google, Alexa und Co.

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Mythos 4: "Standby frisst den größten Teil der Stromrechnung"

Auch dieser Mythos ist falsch – allerdings nur zum Teil. Fakt ist: Der Stand-by-Verbrauch von Geräten wird häufig überschätzt. Auf Basis von EU-Vorgaben darf die Leistungsaufnahme vieler neuer Geräte im Aus- oder Bereitschaftszustand nur noch 0,5 bis ein Watt betragen, was grob fünf bis neun kWh Strom pro Jahr entspricht. Geräte mit Netzwerk-Stand-by (z. B. Smart-TVs, Router, Konsolen) dürfen teils deutlich mehr verbrauchen, sodass sich hier eine Überwachung durchaus lohnt.

Trotzdem ist der Stromverbrauch durch Stand-by alles andere als irrelevant, zumal sich die Geräte summieren. Auswertungen von Energieberatern und Versorgern kommen auf etwa acht bis zehn Prozent der Haushaltsstromrechnung. In Einzelfällen, mit vielen alten Geräten auch deutlich mehr. Der größte Teil des Stroms entfällt aber weiterhin auf Großverbraucher wie Kühlgeräte, Trockner oder die elektrische Warmwasserbereitung. Standby ist also ein spürbarer Verbrauchs-Anteil, aber längst nicht immer der dominierende Block in der Stromrechnung. Wer sichergehen möchte, kann Geräte, Lampen und Co. mit smarten Stromsteckern beispielsweise nachts vollautomatisch komplett vom Strom trennen und tagsüber bequem nutzen. Ganz ohne an Steckerleisten-Schalter zu denken.

Tink Basics: Smarte Steckdosen im 4er-Set

Wer gleich einen größeren Teil seiner Wohnung mit smarten Stromsteckern ausstatten möchte, wird bei Tink fündig. Hier gibt es das Basis-Set mit gleich vier smarten Steckdosen für rund 45 Euro. Die Geräte sind für eine Vielzahl von Smarthome-Netzwerken geeignet und bieten intelligente Steuerung per Zeitplan und Co.

Die Details:

  • Lieferumfang: 4x smarte Steckdosen von Tink Basics

  • Features: smarte Fernsteuerung per App, Smarthome-Einbindung, Zeitpläne

  • Kompatibel mit: Matter, Google, Alexa, Apple Home, Samsung SmartThings

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Mythos 5: "Balkonkraftwerke bringen nichts"

Falsch! Grundsätzlich gilt: Jede Kilowattstunde die selbst erzeugt wird, ist eine gesparte Kilowattstunde (kWh). Steckersolargeräte erzeugen Strom dabei direkt dort, wo er auch verbraucht wird. Verbraucherzentralen betonen, dass sich solche Balkonkraftwerke für Balkon, Terrasse oder Garagendach langfristig betrachtet auch finanziell lohnen, weil der selbst erzeugte Strom teurer Netzenergie ersetzt.

Das Umweltbundesamt kommt zu dem Schluss, dass sich Steckersolargeräte, je nach Anschaffungspreis, Standort und Eigenverbrauch, bereits nach einigen Jahren amortisieren – und damit deutlich schneller als viele große Dachanlagen. Fachrechner und Praxisberichte nennen für Anlagen mit 600 bis 800 Watt (W) Modulleistung in Deutschland typische Jahreserträge von etwa 500 bis 900 kWh, sofern Ausrichtung und Verschattung halbwegs passen – genug, um einen spürbaren Teil der Grundlast wie Kühlschrank, Router oder Standby-Verbräuche abzudecken.

Kleines Kraftwerk XL Duo für Gitterbalkone: Typisches Balkonkraftwerk für Jedermann

Ein typisches Balkonkraftwerk ist dabei die Variante XL Duo des deutschen Anbieters Kleines Kraftwerk. Das Komplett-Set kommt mit zwei 500-Wp-Solarpanels, einem Marken-Wechselrichter mit 800 Watt Einspeiseleistung sowie passenden, TÜV-zertifizierten Halterungen für Gitterbalkone.

Die Details:

  • Solarpanels: 2x 500 Watt Peak, bifazial

  • Wechselrichter: Hoymiles HMS-800-2T, 800 Watt

  • Haltungen: für Gitterbalkone

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Fazit: Energiesparen lohnt sich – und smarte Geräte können dabei helfen

In Zeiten hoher Energie- und Strompreise kann sich gezieltes Sparen durchaus lohnen. Dabei können 2025 smarte Geräte sinnvoll unterstützen. Egal ob selbst generierter Strom mit dem Balkonkraftwerk, smarte Steckdosen-Schaltung zur Minimierung des Stand-by-Verbrauchs oder die intelligente Heizungssteuerung, die gemütliche Temperaturen garantiert und gleichzeitig Energie spart: Kleine und größere Haushalts-Helferlein senken mittelfristig den Strompreis und machen die Verbräuche transparenter.

Quelle: ntv.de