AltersvorsorgedepotBis zu 50 Prozent Förderung vom Staat – so soll die neue ETF-Rente funktionieren

Ab 2027 soll in Deutschland das neue Altersvorsorgedepot eingeführt werden. Es gilt als geplanter Nachfolger der Riester-Rente und verspricht, die private Altersvorsorge moderner, einfacher und renditestärker zu machen. Im Mittelpunkt sollen Wertpapiere wie ETFs und andere Fonds stehen.
Warum wird die private Altersvorsorge reformiert?
Die Riester-Rente wird seit Jahren kritisiert, vor allem aufgrund hoher Kosten, komplizierter Produktstrukturen und oft geringer Renditen. Viele Verträge sind für Sparer schwer zu durchschauen und führen am Ende nur zu begrenzten Erträgen. Das geplante Altersvorsorgedepot soll diese Schwächen überwinden und stärker auf den Kapitalmarkt setzen, um bessere Chancen beim langfristigen Vermögensaufbau zu ermöglichen.
Wie funktioniert die Förderung beim Altersvorsorgedepot?
Kern des neuen Modells ist die staatliche Förderung der eigenen Sparbeiträge. Geplant ist ein gestaffeltes Fördersystem:
Für Einzahlungen bis 360 Euro pro Jahr soll der Staat 50 Prozent Förderung zahlen.
Für Sparraten zwischen 360 und maximal 1.800 Euro jährlich ist eine Förderung von 25 Prozent vorgesehen.
Voraussetzung für die Förderung ist ein Mindestsparbetrag von 120 Euro pro Jahr beziehungsweise 10 Euro pro Monat.
Das bedeutet konkret: Wer beispielsweise 360 Euro pro Jahr einzahlt, könnte zusätzlich 180 Euro staatliche Förderung erhalten. Bei höheren Sparbeträgen greift anschließend die niedrigere Förderquote von 25 Prozent.
Das Ziel: Auch Menschen mit kleineren Einkommen sollen einen Anreiz erhalten, frühzeitig privat fürs Alter vorzusorgen.
Das angesparte Geld soll langfristig der Altersvorsorge dienen und im Rentenalter als lebenslange Rente oder über einen befristeten Auszahlungsplan ausgezahlt werden. Optional ist eine teilweise Einmalzahlung von bis zu 30 Prozent des Kapitals zu Beginn der Auszahlungsphase.
In welche Wertpapiere kann investiert werden?
Beim Altersvorsorgedepot stehen Kapitalmarktanlagen im Fokus. Vorgesehen sind vor allem Investitionen in:
Die rechtliche Grundlage bildet das Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG), das eine Liste zulässiger Anlageformen vorgibt.
Warum sich frühes Investieren lohnen kann
Beim Vermögensaufbau für die Altersvorsorge spielt Zeit eine entscheidende Rolle. Wer früh mit regelmäßigen Sparraten beginnt, profitiert langfristig vom Zinseszinseffekt: Wenn Gewinne wie z. B. ausgezahlte Dividenden reinvestiert werden, können sie im Folgejahr wieder Rendite erwirtschaften.
Auch wenn das Altersvorsorgedepot erst 2027 starten soll, müssen Anleger nicht warten, um vom Kapitalmarkt zu profitieren. Bereits heute können ETF-Sparpläne genutzt werden, um Schritt für Schritt Vermögen aufzubauen. Depots ohne Depotführungsgebühren und die Möglichkeit, bereits mit kleinen regelmäßigen Beträgen zu investieren, senken die Einstiegshürden deutlich.
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Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich die Konditionen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.
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Fazit: Die moderne Art, für das Alter vorzusorgen
Mit dem Altersvorsorgedepot plant Deutschland ab 2027 eine deutlich modernere Form der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Statt komplizierter Versicherungsprodukte sollen künftig Investitionen in ETFs und andere Wertpapiere unterstützt werden.
Wer jedoch langfristig Vermögen fürs Alter aufbauen möchte, muss nicht bis zur Einführung warten. Bereits heute ermöglichen ETF-Sparpläne und Wertpapierdepots von Comdirect oder der Consorsbank einen einfachen Einstieg in den Kapitalmarkt.