Shopping & Service

Solarstrom günstiger?Balkonkraftwerk-Förderung 2026: So viel Zuschuss gibt es vom Staat

04.03.2026, 09:24 Uhr
Auch-2026-gibt-es-noch-Foerderprogramme-fuer-Balkonsolar-allerdings-nicht-in-allen-Bundeslaendern
Auch 2026 gibt es noch Förderprogramme für Balkonsolar – allerdings nicht in allen Bundesländern. (Foto: iStock)

Wie rasch sich ein Balkonkraftwerks bezahlt macht, das hängt neben den gesparten Stromkosten auch von den Anschaffungskosten ab. Wir verraten, wo in Deutschland Fördermittel für die Mini-Solaranlagen winken und von welcher staatlichen Förderung alle Solarkäufer profitieren.

Die Preise für Balkonkraftwerke sind in den letzen Jahren merklich gesunken: Mittlerweile gibt es leistungsstarke Komplett-Sets mit Marken-Komponenten schon unter 500 Euro. Das führt dazu, dass die sogenannte Amortisationszeit heute viel kürzer ausfällt und sich eine kleine PV-Anlage schon nach zwei bis fünf Jahren bezahlt macht, das bestätigt auch der ADAC.

Doch warum nicht noch mehr Geld sparen – mit einer staatlichen Förderung beim Erwerb eines Balkonkraftwerks? Das klingt verlockend, ganz so einfach ist es 2026 aber nicht. Denn: Einen bundesweiten Zuschuss für Balkonkraftwerke gibt es nicht flächendeckend in Deutschland. Die Förderlandschaft existiert, sie ist aber ziemlich kleinteilig.

Aktuell gibt es eine Balkonkraftwerk-Förderung in drei Bundesländern: in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern liegt der maximale Zuschuss bei 500 Euro, in Sachsen werden bis zu 300 Euro ausbezahlt. Bei einem typischen Standard-Set des bekannten Anbieters Kleines Kraftwerk, das derzeit inklusive aller Komponenten und Versand 399 Euro kostet, würden in Hamburg sowie Mecklenburg-Vorpommern die kompletten Kosten übernommen, in Sachsen würde man bei 75 Prozent Zuschuss landen.

Anzeige
kleines-kraftwerk-duo-flachdach-komplettpaket-900
Kleines Kraftwerk Duo Flachdach Komplettpaket
399,00 €679,00 €

Haken bei der Förderung: Es gibt Auflagen

Allerdings sind alle drei landesweiten Förderprogramme nicht für alle Bürgerinnen und Bürger offen. In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern können nur Mieterinnen und Mieter den Zuschuss beantragen, in der Hansestadt werden nur einkommensschwache Haushalte unterstützt. Förderberechtigt sind laut Pressemitteilung der Stadt Hamburg "Bezieherinnen und Bezieher von Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, Asylbewerberleistungen, Kinderzuschlag, BAföG sowie Haushalte mit Einkommen unter dem Pfändungsbetrag."

Wer einen Antrag stellt, der sollte sich grundsätzlich vorher über den Zeitpunkt erkundigen: Manche Programme verlangen den Antrag vor dem Kauf, andere lassen die Antragstellung erst nach Kauf und Installation zu.

Davon profitiert jeder: Keine Mehrwertsteuer auf Solar

Währenddessen bleibt der Mehrwertsteuer-Wegfall als stiller Zuschuss für alle Käufer von Balkonkraftwerken erhalten: Denn immer noch gilt ein Steuersatz von null Prozent auf Module sowie alle wesentlichen Komponenten von Mini-PV-Anlagen, darunter Halterungen und Solarspeicher. In der Gesamtbetrachtung verkürzt das die Amortisationszeit ähnlich wie ein Zuschuss – nur eben automatisch und ohne Antrag. Die nicht anfallenden 19 Prozent Mehrwertsteuer können je nach gewähltem Produkt mehrere Hundert Euro betragen.

Das wird deutlich am Beispiel des leistungsstarken 2.000-Watt-Sets Kleines Kraftwerk XL Quattro mit dem Speicher Anker Solarbank 2 Pro. Mit 19 Prozent zusätzlich würde man bei 1.176 Euro landen, dank der Steuerbefreiung wird das Set derzeit aber für besonders günstige 989 Euro angeboten – und das inklusive des von der Computer Bild mit "sehr gut" bewerteten Speichers.

Anzeige
anker-solarbank-2-e1600-pro-und-kleines-kraftwerk-xl-2000wp-quattro
Kleines Kraftwerk XL 2000Wp Quattro und Anker Solarbank 2 E1600 Pro
989,00 €1909,00 €

Förderung auf kommunaler Ebene: Viele Städte helfen

Abseits der oben genannten drei Bundesländer gibt es einen komplexen Flickenteppich an kommunalen Fördertöpfen. Der beste Tipp lautet daher: Vor dem Kauf eines Balkonkraftwerks kurz recherchieren, ob es kommunale Förderprogramme gibt. Stellvertretend für mehrere Dutzend Fördermaßnahmen seien hier drei Städte aus Bayern, NRW und Baden-Württemberg genannt: München, Köln und Freiburg.

Die bayerische Landeshauptstadt fördert maximal 50 Prozent der Investitionskosten, allerdings muss hier der Antrag vor dem Kauf der Anlage gestellt werden. Köln bezuschusst im Programm "Photovoltaik – klimafreundliches Wohnen in Köln" die Erstinstallation eines Steckersolargeräts als Set – die Pauschale beträgt 150 Euro pro Wohneinheit; für Köln-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber sind sogar 300 Euro pro Wohneinheit drin. Freiburg fördert ebenfalls Balkonkraftwerke mit bis zu 150 Euro, allerdings gilt das Angebot ausschließlich für Menschen, die zur Miete wohnen.

Doch auch abseits der Großstädte gibt es viele Gemeinden in allen Landesteilen, die Budget in ihren Fördertöpfen haben – zum Beispiel Buchholz in Niedersachsen, Eschborn in Hessen oder Gersthofen in Bayern. Wir empfehlen die Suche nach möglichst aktuellen Informationen und Förderrichtlinien, die oft auf den offiziellen Internetseiten der Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Nicht immer sind diese topaktuell, jetzt im März stehen die Chancen aber gut, dass Klarheit über die konkreten Fördertöpfe für 2026 herrscht.

Quelle: ntv.de